#PowerFrauen : Velvet d’Amour

Veröffentlicht von am 15. Jun 2015 in
Body, Inspiration, Interview, Prominente & Models

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Aktuell ist „Plus Size“ das Thema überhaupt. Kein Wunder, denn sobald die Sonne rauskommt und es warm wird, zeigt Frau mehr Haut. Doch statt Sonne, Sommer und Urlaub unbeschwert zu genießen, machen wir Mädels uns einen Kopf über Oberschenkel & C0. Zeit, endlich damit aufzuhören und statt gephotoshopten Models Frauen zum Vorbild nehmen, die ihren Körper akzeptieren und lieben. Eine davon ist das bekannte Model Velvet d’Amour. Britta stellt sie Euch vor. Photo: Velvet d’Amour für ‚Volup2′ Magazine

Velvet d’Amour
Wörtlich übersetzt bedeutet Velvet d’Amour ‚Samt der Liebe‘. Diesen Namen hat Velvet in den 80iger Jahren von ihren Mitarbeitern erhalten, als sie bei einer Aidshilfe-Hotline als Volontärin arbeitete. Im Training bemerkten die anderen, dass sie eine so samtweiche Stimme hat, die wohl perfekt in eine andere Art von Telephonservice passen würde. Anschließend wurde aus ‚Velvet‘ ‚Velvet d’Amour‘, da sie ihren Freunden gerne Drag-Queen-Namen gab und diese sich somit revanchierten. Dabei blieb es dann. Der Name passt zu ihrer Philosophie als Fotografin und Frau, welche weiß, dass alle Frauen schön sein können.

Rendezvous mit Velvet in Paris
Velvet d’Amour lernte ich vor einigen Jahren als Lingerie-Stylistin beim Shooting für ihre Zeitschrift ‚Volup2′ kennen. Als revolutionäre Fotografin und Aktivistin für ein neues Frauenbild vertritt Velvet eine sehr zukunftsweisende Auffassung der Idee von Schönheit. Ihre positive Einstellung sollte jede von uns inspirieren! Hier das Wichtigste von dem, was sie mir während eines netten Gespräches im Café Beaubourg von ihrem Werdegang und ihren Träumen erzählt hat.

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Velvet d’Amour


Velvetography
Wenn Velvet photographiert, dann heisst es natürlich nicht Fotografie, sondern Velvetography! Ihr Kameraobjektiv liebt alle Frauen und zeigt ihnen, wie schön sie sind: Fotografie als Liebeserklärung und Therapie. Viele ihrer Models fühlen sich nach dem Shooting wie neugeboren und blühen vor erfrischtem Selbstbewußtsein. Gerade deswegen steht Velvet trotz ihrem internationalem Erfolg als Model und Schauspielerin lieber hinter der Kamera. Denn als Photographin kann sie ihre feministischen Prinzipien besser durchsetzen und verbreiten. Ihr Ziel ist es, mit veralteten Schönheitsidealen zu brechen und Frauen weltweit mehr Stärke und Lebensfreude zu geben. Der ideale Platz dafür befindet sich in der Mode- und Beauty-Branche. Nirgendwo anders ist das äußere Erscheinen so fremdbestimmt und harscher Kritik ausgesetzt.

Model & Fotografin
Als Teenager wurde Velvet wegen ihrer Statur und ihres hübschen Gesichts oft gefragt, ob sie Model sei. Dadurch ermutigt stellte sie sich einer New Yorker Agentur vor und nahm 10 Kilos ab. Doch die lehnten sie mit ihren 54 Kilos kategorisch als ‚übergewichtig‘ ab. Wow. Durch die radikale Diät leitete sich ein langfristiger Jojo-Effekt ein und im Laufe der Jahre nahm Velvet stetig zu. Jeder Körper verändert sich mit der Zeit, aber ich denke, es ist bei ihr auch als Protest und Befreiung von der Mode-Diktatur zu verstehen.

Anstatt zu Modeln studierte sie Kunst und Illustration. Über verschiedene Praktika und Jobs kam sie zur Fotografie und erlernte ihr Handwerk bei James White, als dieser in Italien unterrichtete. Anschließend ging sie erst zurück in ihre Heimat im US-Bundes-Staat New York, folgte ihrem damaligen Freund jeddoch schließlich nach Frankreich. Dort entdeckte Velvet in Paris die erste Agentur für ‚Plus Size‘ Models: Agence+. Sie kontaktierte diese, um ihren Service als Fotografin anzubieten. Doch überraschend wurde ihr sofort ein Model-Vertrag angeboten. Ihr Durchbruch als Model gelang mit 38 Jahren dann doch noch. Sie wurde für John Galliano’s Frühling/Sommer 2006 Kollektion ‚Everybody is Beautiful‘ (Outfit 9), als auch für Jean-Paul Gaultier’s Frühling/Sommer 2007 Show (Outfit 51) gebucht. Die bekannte Mode-Journalistin Suzy Menkes sprach zwar von einer ‚Freakshow‘, doch Velvet wurde schlagartig weltberühmt.

Dann folgten unter anderem Filme wie ‚Avida‘, Shootings mit Ellen Von Unwerth und Nick Knight, Veröffentlichungen in Vogue und Elle, eine erfolgreiche Teilnahme bei der französischen Reality-TV-Show ‚La Ferme Célébrités‘ und 2014 gewann Saima Altunkaya beim Internationalen Festival der Mode-Fotografie in Cannes mit Velvet’s Photo.

Velvet verdankt ihren Erfolg vor der Kamera vor allem Gaultier und Galliano. Sie erklärt alles weitere damit, dass die Arbeit eines Couturiers immer respektiert wird und letztlich in den Mainstream einfliesst. Somit wurde sie als professionelles Model akzeptiert ihr wurden viele Möglichkeiten geboten. Darin sieht sie die Gelegenheit, ihre kreativen Ideale zu verwirklicken und die Welt der Mode und Beauty für alle Frauen zugänglich zu machen. Es geht ihr darum, Frauen weltweit zu motivieren, sich selber so zu lieben, wie sie sind. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt oder jung man ist, wie gesund oder krank, welche Kleidergrösse man trägt, welche Hautfarbe und Kultur einen identifizieren.
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Volup2
Heute, mit Mitte 40, steht Velvet hauptsächlich hinter der Kamera. Model-Jobs nimmt sie nur selten an, weil die angebotenen Shootings meist zu sehr Klischee sind. Ihre Kurven nur als Rubens-Schönheit zu zeigen, als Akt oder in Lingerie – das ist ihr zu banal. Sie findet, dass alle Körper-Typen selbstverständlich in modischen Fotostrecken und Werbung gezeigt werden sollten. Schließlich kaufen alle Frauen Bekleidung, da sollte man sich mit den Models identifizieren können. Vor ein paar Jahren hat Velvet ihre Mode-Zeitschrift ‚Volup2′ gegründet. Der Name orientiert sich zum einen an dem französischen Wort ‚Volupté‘, welches auf deutsch ‚Genuß‘ bedeutet. Außerdem ist es ein Neologismus aus den Wörtern ‚Volumen‘ und ‚Pin-Up‘.Ich freue mich bald ein neues Shooting mit ihr zu stylen und hoffentlich auch endlich für sie zu modeln, am liebsten sportlich!

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http://www.volup2.com
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