Love, Liebe

britta-uschkamp-dessous-diary-love-gaspar-noe-0-72dpiKurz nach dem Kino-Besuch (Photo im Hintergrund: Gaspar Noé)

‚Love‘ – so heißt der neueste Kino-Skandal aus Frankreich. Gaspar Noé’s revolutionärer 3D-Streifen zum schönsten Thema der Welt hat einiges an Aufsehen erregt. Was an dem ganzen dran ist oder ob es doch einfach nur ein cooler – beziehungsweise heißer – Liebesfilm ist, hat unsere Autorin Britta für Euch ausfindig gemacht:

Lust und Liebe made in Frankreich
Schonmal vorab: Unbedingt anschauen!
Wir hatten Euch ja kürzlich Tickets zu ‚Magic Mike XXL‘ verschenkt. Im Vergleich zu Hollywood verkauft sich Sex-Appeal in Frankreich natürlich ganz anders. Nämlich mit ungeschminkter Realität und ohne Scheu vor der Intimsphäre. Noé trifft somit genau ins Zentrum des menschlichen Lebens. Etwas, was bisher in Filmen zu kurz kommt. Der Thriller ‚In The Cut‘ von Jane Campion hat eine verwandte Dringlichkeit und Intimität, die mir sehr gefällt.

britta-uschkamp-dessous-diary-love-gaspar-noe-3-72dpi3D-Brille (Photo im Hintergrund: Gaspar Noé)

Besonders ist bei ‚Love‘ noch der 3D-Effekt, den man sonst von Action- oder Animations-Filmen her kennt. Die Geschichte wird vorwiegend als innerer Monolog der Hauptfigur, Murphy, erzählt. Man steht somit nicht als bloßer Voyeur da, sondern ist mittendrin, fühlt die intensiven Emotionen von Murphy den ganzen Film lang stark mit – und mit über 2 Stunden ist die Bandbreite der Gefühle groß. Von erregt über wütend, glücklich, melancholisch, nostalgisch, verliebt, verzweifelt, überglücklich, zutiefst traurig – alles ist dabei.

Neugierde
Zuerst war ich unentschloßen, weil ich nicht so genau wußte, was mich erwartet. Den Trailer kannte ich, ein Close-Up von zwei Frauen und einem Mann, viel intensives Geknutsche. Das reicht natürlich nicht als Information, um den Film zu verstehen. Wieviel Sex kann in zwei Stunden Film denn schon drin sein, da muß es doch noch mehr geben: Geschichte, Drama – Kino eben.

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Matinée
Sollte ich mir den Film nun alleine ansehen oder in Begleitung? Um jegliche unangenehme Situation zu vermeiden entscheide ich mich letztlich für eine späte Matinnée Vorstellung samstags morgens, alleine. Das Kino mitten in Paris ist zwar sehr groß, der Film wird aber in einem kleinen Saal gezeigt. Die erste Vorstellung um 9h15 besuchten nur eine handvoll Kinogänger. Bei mir sind es schon so um die 25. Der Saal ist gefühlt zu 40% voll. Ungefähr die Hälfte der Zuschauer sind einzelne Männer – und ich. Die andere Hälfte sind Pärchen.

Ich sitze in der letzten Reihe oben mittig rechts, mit Notizheft und Kugelschreiber bewappnet. Ah, natürlich auch mit 3D-Brille. Das hatte ich bisher nur einmal mitgemacht und fand es eher störend. Doch heute bin ich gespannt – zumal es den Film ausschließlich in 3D gibt und man mir gar keine Wahl lässt. Auch hoffe ich darauf, dass ich hier in dem dunklen Saal keine untugendhaften Geräusche zu hören bekomme – es sei denn, von der Leinwand!

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Frontal
Oha! Die erste Szene überspringt direkt jegliche Einleitung. Murphy und seine Freundin Electra sind unzensiert nackt und lieben sich gemütlich in einem unordentlichem Schlafzimmer. Körperteile, die sonst in Filmen gerne versteckt werden, stehen frontal im Mittelpunkt. Das bietet einen eindeutigen Rahmen für den Rest des Filmes und stellt sofort die Norm des visuellen Vokabulars klar. Alles sieht irgendwie schön und selbstverständlich aus. Haut-schmeichelndes Licht, gute Komposition, weiche Bewegungen – dabei denke ich mit einem Lächeln an das glückliche Gefühl des Verliebtsein.

Zu Dritt
Im Laufe ihrer Beziehung entschließen Murphy und Electra sich dazu, eine junge Nachbarin in ihr Bett einzuladen und somit eine gemeinsame Fantasie auszuleben. Als Murphy im Anschluß unüberlegt alleine mit der Nachbarin schläft, leitet er das sichere Ende seiner große Liebe zu Electra ein. Statt lustvoller Euphorie wird der Zuschauer nun mehr und mehr in ein 3D-Erlebnis von Verzweiflung und Schmerz hineingezogen. Eine spontane, falsche Entscheidung kann das Leben in eine komplett andere Richtung schicken kann. Liebe zu dritt ist sicher nicht so einfach und unkompliziert, wie die Fantasie es uns vorspielt. Das Dreieck kippt irgendwann aus der Balance und fällt um.

britta-uschkamp-dessous-diary-love-gaspar-noe-4-72dpiMurphy und Electra (Photo: Gaspar Noé)

The End
Der Trailer mit der Knutsch-Szene der drei Hauptdarsteller täuscht also etwas. Klar, wir bekommen mehr als genug expliziten Sex auf der Leinwand zu sehen. Eben das, wass man sich bei anderen Filmen sowieso vorstellt, wenn Held und Heldin endlich den ersten Kuß teilen und ein paar Sekunden später leider direkt zu eine andere Szene springt. Bei ‚Love‘ geht es jeddoch nicht um Sex, sondern um den tragischen Verlauf einer intensiven Liebes-Geschichte, vom ersten Funken bis zum dramatischen Ende. Das ganze wird in Rückblende erzählt,  ähnlich dem Erzählstil, den Noé schon bei ‚Irreversible‘ angewandt hat.

Die offene Darstellung von kompromissloser Menschlichkeit und sentimentaler Sexualität ist bei ‚Love‘ eine Selbstverständlichkeit. Dies entspricht dem echten Leben, davon wünsche ich mir mehr im Kino!

Das Film-Team von ‚Love‘ gab in Cannes 2015 eine sehr aufschlußreiche Presse-Konferenz.

Lust auf mehr?
Hier ein paar meiner Lieblings-Filme passend zum Thema, alle sehr verschieden, inspirierend, lehrreich:

‚Freier Fall‘ (2013, Stephan Lacant)

‚Angels of Sex‘ (2011, Xavier Villaverde)

‚The Dreamers‘ (2003, Bernardo Bertolucci)

‚Threesome‘ (1994, Andrew Flemming)

 

#PowerFrauen: Verlegerin Giada Armani im Interview

 BrittaUschkamp_DessousDiary_GiadaBerlin_2_72dpiGiada Armani / Photo: Giada.Berlin

Die sehr charmante Italienerin Giada Armani ist die Powerfrau hinter dem erotischen E-Book Verlag ‚Giada.Berlin‘. Schon vor ’50 Shades of Grey‘ wußte sie, was Frauen wollen und hat kurzum ihren Verlag gegründet. Unsere Autorin Britta hat sich mit ihr im 25Hours Hotel in Berlin getroffen:

Bonjour Giada, vielen Dank für das Interview!

Buongiorno!

Ein erotischer E-Book Verlag, war das schon lange Dein Traum?

2011 war ich für eine Agentur auf der Frankfurter Buchmesse. Zu der Zeit waren E-Books nicht populär. Fast alle Verleger, mit denen ich ins Gespräch kam, sahen darin keine Zukunft. Gute Qualität sei in gedruckten Büchern zu finden. Diese Ignoranz gegenüber neuen Ideen hatte mein Interesse an E-Books nur verstärkt. Die Spezialisierung auf erotische Literatur war eine logische Konsequenz, da ich mich schon seit meiner Kindheit viel damit beschäftigt habe. In der Bibliothek meiner Eltern standen vorne die ‚guten‘ Bücher. Dahinter vesteckten sich die viel interessanteren, ‚bösen‘ Bücher, zum Beispiel ‚Emmanuelle‘ und Schriften des Marquis de Sade. Sex, Liebe und Beziehungen waren mir schon immer sehr wichtig. Noch heute bin ich sehr neugierig und möchte alle Details wissen, wenn mir jemand vom Verliebtsein erzählt.

Kanntest Du Dich mit der Verlags-Arbeit aus?

Nein, ich ließ mich von Freunden und Geschäftspartnern beraten und habe viel recherchiert. Einen Monat später waren die ersten erotischen E-Books draussen. Wir haben auch Sex- und Beziehungsratgeber im Programm. Inzwischen sind 30 Autoren (Frauen als auch Männer) und 200 Bücher im Verlags-Sortiment. In unserem Online-Shop bieten wir zusätzlich E-Books anderer Verlage an.

Welche E-Books hast Du als erstes veröffentlicht?

Auf meine Online-Ausschreibung kamen die ersten Rückmeldungen von Autoren aus dem BDSM Genre (BDSM: Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism, Masochism). Ich habe meinen Verlag Ende 2011 gegründet, kurz bevor im Frühling 2012 ’50 Shades of Grey‘ rauskam. Europäische BDSM-Literatur ist allerdings etwas härter. Eines unserer ersten Bücher war ‚Haus Justine‘, die Geschichte eines Mädchens, das sich freiwillig versklavt.

Das klingt nach ‚Die Geschichte der O‘, besteht da ein Zusammenhang?

Diese Geschichten sind alle ähnlich strukturiert: Es gibt einen starken, unerreichbaren Mann, der ein Geheimnis hat. Im gegenüber steht die einzige Frau, die ihn verstehen und somit sein Herz erreichen kann. Viele Frauen können sich in diese Geschichte verlieben, das verkauft sich gut. Bei erotischer Literatur geht es um Inspiration, es lässt sich damit viel über eigene Vorlieben lernen. Beim Sex ist es wichtig, seinem Instinkt zu folgen. Leider stecken viele Menschen in Beziehungen, die nur theoretisch funktionieren, weil man etwa einen gemeinsamen Freundeskreis, passende Jobs und die gleichen Familienpläne hat. Doch oft fehlt die Leidenschaft. Wenn der Anfang schon lauwarm ist, ändert sich das später nicht. Im Zweifel bin ich immer für eine schnelle Trennung, denn ich glaube an Seelenverwandschaft. Es gibt irgendwo einen Menschen, der perfekt zu einem passt und das Glück findet man sowieso erstmal in sich selber.

BrittaUschkamp_DessousDiary_GiadaBerlin_4_72dpiGiada & Britta beim Interview / Photos: Giada.Berlin

Apropos Glück, auf Deiner Webseite habe ich schockiert gelesen, daß über 60% aller Frauen noch nie einen Orgasmus hatten.

Frauen, die keinen Orgasmus haben, fühlen sich oft schuldig und denken, dass ihr Körper nicht ‚richtig‘ funktioniert. Wenn diese Frauen offen darüber mit Freundinnen reden würden, könnten sie vielleicht auf neue Ideen und Techniken kommen. Wenn es erstmal alleine geht, dann klappt es später auch mit einem Partner. Viele Hemmungen und Ängste entstehen durch unrealistische Ideale, die von den Medien vermittelt werden. Man bekommt das Gefühl, dass alles automatisch funktionieren müsste. Die amerikanischen Medien sind besonders schlimm, auch im Bezug auf Zensur. Sie entscheiden, was für uns gut und schlecht ist. Das geht von der Zensur von Photos auf Facebook, Buch-Covern auf iTunes bis zur Wort-Zensur bei Werbung über Google AdWords. Das Internet und das Monopol dieser Firmen beeinflussen unsere europäische Kultur sehr mit der starken Prüderie der amerikanischen Gesellschaft.

Im Gegenzug dazu ist der US-Sender HBO mit Serien wie ‚Girls‘ und ‚True Blood‘ sehr freizügig.

Diese Freizügigkeit ist ein nur kommerzielles Konzept.

Bei aller Fantasie eine Frage mit Realitätsbezug: Warum findet man bei erotischen Büchern und Filmen so selten Kondome erwähnt?

Ja, das fällt mir auch negativ auf. Alle, die beruflich mit Sex und Erotik zu tun haben tragen eine große Mitverantwortung zu Aufklärung und Gesundheit. Im Rahmen unseres neuen Web-Layouts und Verlags-Logo aktualisieren wir gerade alle Bücher und versehen sie mit einem Hinweis auf ‚Safe Sex‘.

Auf deiner Webseite steht: ‚Wenn jeder täglich guten Sex hätte, dann wäre die Welt viel besser.‘ Sex als Universal-Rezept fürs Glücklichsein?

Richtig, es geht jedoch nicht um Quantität, sondern darum, seine individuellen Wünsche zu erkennen und auszuleben. Dafür muß man sich natürlich erstmal mit dem Thema Sexualität beschäftigen. Im Grunde dreht sich bei meiner Arbeit alles nur um die Liebe und das Glück!

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BrittaUschkamp_DessousDiary_GiadaBerlin_7_72dpiGiada & Britta beim Interview / Photos: Giada.Berlin

BrittaUschkamp_DessousDiary_25HoursHotel_72dpi25 Hours Hotel, Berlin

Giada’s Lingerie-Favoriten in Berlin:

– Très Bonjour (luxuriöse Latex-Lingerie)
– Galeries Lafayette (Lingerie Paradies)
– Perlensäue (erotischer Körperschmuck)

Giada’s Buchtips für den Sommer:

– ‚Komm wie du willst‘ (Emily Nagoski)
– ‚Mein wildes Jahr‘ (Robin Rinaldi)
– ‚Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution‘ (Laurie Penny)
– ‚Bärenmädchen‘ (Luca Berlin)

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Dessous Diary on Tour: Britta auf den Spuren der Sommertrends in Paris

BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_1_72dpiEingang ‚Modecity‘ (Photo: Gabriela)

Autorin Britta war auf der Dessous- und Bademoden Messe ‚Modecity‘ in Paris zu Besuch um die Trends für den nächsten Sommer zu erkunden.

Sport, Sport, Sport
Diese Saison wurde schon im Vorfeld sehr unter dem Thema ‚Sport‘ beworben. Klar, dass mich das besonders interessiert. Sport als Trend löst das seit 2007 noch immer sehr präsente Thema ‚erotische Lingerie‘ ab. Die Catwalk-Shows waren sehr dynamisch und bei einer erinnerten Styling und Choreographie sehr an Crossfit-Bewegungen und Filme wie ‚Die Gebote von Panem‘, TV-Shows wie ‚Game of Thrones‘, ‚Spartacus‘ und ‚Vikings‘.

‚Mouv’Innovation‘
Im Zentrum stand vor allem diese Konferenz zum Thema Sport und Medizin. Die geladenen Gäste aus Industrie und Handel präsentierten vorab erschreckende Zahlen zur Brustkrebs-Statistik (1 von 9 Frauen in Europa erkrankt). Weitere Zahlen illustrierten die mangelnde Aufklärung zu Sport-BHs, vor allem beim Laufen. Ohne den bewegt sich die Brust nämlich bis zu 9cm horizontal als auch vertikal und erhält Unmengen an Mikro-Schocks. Da es in dem Bereich keine Muskeln gibt sind die Schäden irreparabel. Für Turnschuhe gibt man gerne etwas mehr Geld aus und wechselt sie regelmäßig. Man kann sie sogar auf Running Apps wie Nike+ taggen und so kontrollieren, wieviele Kilometer bereits in den Sohlen stecken. Das möchte ich für meine Running-BHs auch haben!

Über mehr Aufklärungsbedarf waren sich alle einig. Man wünscht sich eine bessere Kommunikation und Präsentation der Sportwäsche. Im Handel bedeutet das: Raus aus den Schubladen, vorwärts in sportlich dekorierte Schaufenster. Worüber die Meinungen extrem auseinander gingen waren Technologie und Connectivity. Die einen betonten, das man sich an die Basics halten solle und setzen auf Komfort, Stützkraft der BHs und Feuchtigkeits-Transport der Materialien. Frauen seien nur wenig an Technik interessiert.

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Moment mal! In der Lauf-Community sehe ich selten eine Frau, die keinen elektronischen Gegenstand mit sich trägt und an ihrer Performance interessiert ist. Auch wenn man sich nur mit sich selber messen möchte, Zahlen sind wichtig und irgendwann kennt jeder seine aktuelle VO2max. Die Tech-Firma Cityzen Sciences hat das gut verstanden und entwickelt für den Sport- und Medizin-Bereich Textilien, in denen Mikro-Empfänger/-Sender in die Stoff-Fasern integriert werden sollen. Der erste Prototyp wird ein T-Shirt (‚D-Shirt‘) sein und reiht sich bei Produkten wie Fitness-Uhren und Aktivitäts-Armbändern ein. Irgendwann soll dann ein passender BH kommen. Yes, please!!

Berlei
Serena Williams schwört schon seit einem ganzen Jahrzent auf die Sport-BHs dieser australischen Marke. Für die Frühling-Sommer 2016 Kollektion ist sie offizielle Marken-Botschafterin und muss sicher nie wieder ihre Mutter zum Shoppen für BHs schicken.BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Berlei_72dpi
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Berlei_2_72dpiAm Stand von Berlei

Hier das Making-Of zum Shooting mit Serena: Video: Berlei

Anita
Den sportlichen ‚AirControl‘ gibt es nächsten Frühling in einer schönen Farb-Kombi aus pink mit grau (hatte ich mir das nicht vor kurzem gewünscht?!). Der leichte, luftige BH dieser Maximal Support Linie wiegt in Größe 75 A-C übrigens nur um die 50 gramm – der Wahnsinn! Passend zur Olympiade 2016 in Rio gibt es den ‚Extrem Control‘ in grün, gelb, blau: BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_1_72dpiDéfilé ‚The Selection‘

Diesmal habe ich mir auch die Alltags-BHs von Anita angesehen. Davon sind einige vom Schnitt ähnlich wie die Sport-Linie, was viel Komfort enspricht, mit schön breiten Trägern und U-Form im Rücken. Die Beachwear bietet enorm viel Auswahl. Sportliche Looks und süße Prints machen Lust auf den Sommer:
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_2_72dpiAm Stand von Anita

‚Limited Edition‘
Bei den jungen Labels war sehr viele neues dabei, vor allem natürlich Beachwear. Von den Labels, die schon länger ausstellen, sind eigentlich nur Bordelle, Damaris/Mimi Holiday und Fleur of England auf der Messe geblieben. Denken da viele so wie ich und verfolgen ihre Marketing-Strategie abseits der Messen? Hier ein paar Highlights vom Spaziergang durch die ‚Limited Edition‘ – Stände.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_72dpi‚Modecity‘

Harlow & Fox
Ein besonderes Highlight des luxuriösen Lingerie-Labels aus England ist diesmal ein traumhaft schönes, beige-grau schattiertes Print-Design mit Rosen. Weiche Seiden-Stoffe und schöne Spitzen bestimmen den Look des Labels, das auf BH-Größen von 65E bis 85H spezialisiert ist.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Harlow&Fox_2_72dpiAm Stand von Harlow & FoxBrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Harlow&Fox_72dpiPhoto: Harlow & Fox

Mona Swims
Eine edle neue Beachwear Kollektion, die vor allem mit exklusiven Prints überzeugt. Die irische Designerin Carla lässt sich von Reptilien und einer mysteriösen Meereswelt inspirieren.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_MonaSwims_72dpiPhoto: Mona Swims

MajoRey
Coole Beachwear und kreative Dessous aus Urugay, gegründet 2006 von Maria José Rey. Dieses Jahr gibt sie ihr Modecity Debut. Produziert wird vor Ort in Montevideo mit einem Team von 5 Näherinnen.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_MajoRey_72dpiPhoto: MajoRey

Reset Priority
Aktuell zum ‚Talent d’Intima‘ gekürt, wurde dieses Beachwear-Label 2013 von Ester Milano in Barcelona gegründet. Farbenfroh, mit graphischen Bändern, Schnür-Effekten und interessantem Gebrauch von Neopren und Samt hat die Kollektion eine große Auswahl an Mix & Match Bikinis und Badeanzügen.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_ResetPriority_72dpiPhotos: Reset Priority

 

 

Teil #1 der Shopping-Serie: Die schönsten Erotikboutiquen

Bilder aus der Boutique la coquetteNach „Shades of Grey“ hat sich das Verhältnis vieler Frauen zu ihrer Sexualität verändert. Es ist ein wenig so, wie damals, zu den Zeiten von „Sex and the City“. Alle redeten über Sex. Jetzt sprechen Freundinnen untereinander über Soft-Bondage, Fesselspiele und das passende Zubehör für solche erotischen Abenteuer. Diese neue Offenheit führt Frauen jeden Alters in stilvolle Erotikboutiquen, wo sie Dessous und Spielzeug für sinnliche Stunden finden – und auch ein paar praktische Tipps von einer netten Verkäuferin. Dessous Diary stellt in einer drei-teiligen Serie die schönsten Erotikboutiquen in Deutschland, Schweiz und Österreich vor. Heute: Teil 1. weiterlesen »

#PowerFrauen : Velvet d’Amour

Veröffentlicht von am 15. Jun 2015 in
Body, Inspiration, Interview, Prominente & Models

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Aktuell ist „Plus Size“ das Thema überhaupt. Kein Wunder, denn sobald die Sonne rauskommt und es warm wird, zeigt Frau mehr Haut. Doch statt Sonne, Sommer und Urlaub unbeschwert zu genießen, machen wir Mädels uns einen Kopf über Oberschenkel & C0. Zeit, endlich damit aufzuhören und statt gephotoshopten Models Frauen zum Vorbild nehmen, die ihren Körper akzeptieren und lieben. Eine davon ist das bekannte Model Velvet d’Amour. Britta stellt sie Euch vor. Photo: Velvet d’Amour für ‚Volup2′ Magazine

Velvet d’Amour
Wörtlich übersetzt bedeutet Velvet d’Amour ‚Samt der Liebe‘. Diesen Namen hat Velvet in den 80iger Jahren von ihren Mitarbeitern erhalten, als sie bei einer Aidshilfe-Hotline als Volontärin arbeitete. Im Training bemerkten die anderen, dass sie eine so samtweiche Stimme hat, die wohl perfekt in eine andere Art von Telephonservice passen würde. Anschließend wurde aus ‚Velvet‘ ‚Velvet d’Amour‘, da sie ihren Freunden gerne Drag-Queen-Namen gab und diese sich somit revanchierten. Dabei blieb es dann. Der Name passt zu ihrer Philosophie als Fotografin und Frau, welche weiß, dass alle Frauen schön sein können.

Rendezvous mit Velvet in Paris
Velvet d’Amour lernte ich vor einigen Jahren als Lingerie-Stylistin beim Shooting für ihre Zeitschrift ‚Volup2′ kennen. Als revolutionäre Fotografin und Aktivistin für ein neues Frauenbild vertritt Velvet eine sehr zukunftsweisende Auffassung der Idee von Schönheit. Ihre positive Einstellung sollte jede von uns inspirieren! Hier das Wichtigste von dem, was sie mir während eines netten Gespräches im Café Beaubourg von ihrem Werdegang und ihren Träumen erzählt hat.

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Velvet d’Amour


Velvetography
Wenn Velvet photographiert, dann heisst es natürlich nicht Fotografie, sondern Velvetography! Ihr Kameraobjektiv liebt alle Frauen und zeigt ihnen, wie schön sie sind: Fotografie als Liebeserklärung und Therapie. Viele ihrer Models fühlen sich nach dem Shooting wie neugeboren und blühen vor erfrischtem Selbstbewußtsein. Gerade deswegen steht Velvet trotz ihrem internationalem Erfolg als Model und Schauspielerin lieber hinter der Kamera. Denn als Photographin kann sie ihre feministischen Prinzipien besser durchsetzen und verbreiten. Ihr Ziel ist es, mit veralteten Schönheitsidealen zu brechen und Frauen weltweit mehr Stärke und Lebensfreude zu geben. Der ideale Platz dafür befindet sich in der Mode- und Beauty-Branche. Nirgendwo anders ist das äußere Erscheinen so fremdbestimmt und harscher Kritik ausgesetzt.

Model & Fotografin
Als Teenager wurde Velvet wegen ihrer Statur und ihres hübschen Gesichts oft gefragt, ob sie Model sei. Dadurch ermutigt stellte sie sich einer New Yorker Agentur vor und nahm 10 Kilos ab. Doch die lehnten sie mit ihren 54 Kilos kategorisch als ‚übergewichtig‘ ab. Wow. Durch die radikale Diät leitete sich ein langfristiger Jojo-Effekt ein und im Laufe der Jahre nahm Velvet stetig zu. Jeder Körper verändert sich mit der Zeit, aber ich denke, es ist bei ihr auch als Protest und Befreiung von der Mode-Diktatur zu verstehen.

Anstatt zu Modeln studierte sie Kunst und Illustration. Über verschiedene Praktika und Jobs kam sie zur Fotografie und erlernte ihr Handwerk bei James White, als dieser in Italien unterrichtete. Anschließend ging sie erst zurück in ihre Heimat im US-Bundes-Staat New York, folgte ihrem damaligen Freund jeddoch schließlich nach Frankreich. Dort entdeckte Velvet in Paris die erste Agentur für ‚Plus Size‘ Models: Agence+. Sie kontaktierte diese, um ihren Service als Fotografin anzubieten. Doch überraschend wurde ihr sofort ein Model-Vertrag angeboten. Ihr Durchbruch als Model gelang mit 38 Jahren dann doch noch. Sie wurde für John Galliano’s Frühling/Sommer 2006 Kollektion ‚Everybody is Beautiful‘ (Outfit 9), als auch für Jean-Paul Gaultier’s Frühling/Sommer 2007 Show (Outfit 51) gebucht. Die bekannte Mode-Journalistin Suzy Menkes sprach zwar von einer ‚Freakshow‘, doch Velvet wurde schlagartig weltberühmt.

Dann folgten unter anderem Filme wie ‚Avida‘, Shootings mit Ellen Von Unwerth und Nick Knight, Veröffentlichungen in Vogue und Elle, eine erfolgreiche Teilnahme bei der französischen Reality-TV-Show ‚La Ferme Célébrités‘ und 2014 gewann Saima Altunkaya beim Internationalen Festival der Mode-Fotografie in Cannes mit Velvet’s Photo.

Velvet verdankt ihren Erfolg vor der Kamera vor allem Gaultier und Galliano. Sie erklärt alles weitere damit, dass die Arbeit eines Couturiers immer respektiert wird und letztlich in den Mainstream einfliesst. Somit wurde sie als professionelles Model akzeptiert ihr wurden viele Möglichkeiten geboten. Darin sieht sie die Gelegenheit, ihre kreativen Ideale zu verwirklicken und die Welt der Mode und Beauty für alle Frauen zugänglich zu machen. Es geht ihr darum, Frauen weltweit zu motivieren, sich selber so zu lieben, wie sie sind. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt oder jung man ist, wie gesund oder krank, welche Kleidergrösse man trägt, welche Hautfarbe und Kultur einen identifizieren.
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Volup2
Heute, mit Mitte 40, steht Velvet hauptsächlich hinter der Kamera. Model-Jobs nimmt sie nur selten an, weil die angebotenen Shootings meist zu sehr Klischee sind. Ihre Kurven nur als Rubens-Schönheit zu zeigen, als Akt oder in Lingerie – das ist ihr zu banal. Sie findet, dass alle Körper-Typen selbstverständlich in modischen Fotostrecken und Werbung gezeigt werden sollten. Schließlich kaufen alle Frauen Bekleidung, da sollte man sich mit den Models identifizieren können. Vor ein paar Jahren hat Velvet ihre Mode-Zeitschrift ‚Volup2′ gegründet. Der Name orientiert sich zum einen an dem französischen Wort ‚Volupté‘, welches auf deutsch ‚Genuß‘ bedeutet. Außerdem ist es ein Neologismus aus den Wörtern ‚Volumen‘ und ‚Pin-Up‘.Ich freue mich bald ein neues Shooting mit ihr zu stylen und hoffentlich auch endlich für sie zu modeln, am liebsten sportlich!

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#NewBeauty #Volup2 #Velvetography #VelvetdAmour #Diversity #SchönheitsIdeale #NewFeminism #PowerFrauen #PowerWomen

Das SOS-Bikinifigur-Programm: So schnell warst Du noch nie fit für den Sommer

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Sportskanone Britta kennt sich aus mit der Bekämpfung von Cellulite und dem mühsamen Weg zu strammen Schenkeln. Für Euch hat sie ein paar Tipps parat, mit denen Ihr schnell fit für den Strand werdet. weiterlesen »

Dessous Diary fragt, Dita von Teese antwortet!

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Was für eine Frau: Stil-Ikone und wohl die sinnlichste Burlesque-Tänzerin der Welt – Dita von Teese verzaubert einfach alle. Ob Mann oder Frau, Jung oder Alt – ganz egal. Wir hatten die Ehre, sie zu interviewn und bekamen auf unsere Fragen überraschend offene Antworten. Ratet mal, was Dita niemals in ihren Kleiderschrank lassen würde… weiterlesen »

Hipp Hipp Hurra: Lingerie im Hippie-Look

Veröffentlicht von am 01. Apr 2015 in
Dessous, Inspiration, Label-Love, Trends

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Frühlingszeit = Hippizeit! Wir zeigen Euch eines unseren Lieblingslabels, die beweisen, wie sexy Häkelspitze, Baumwolle und zarte Farben sein können. (Foto: For Love and Lemons) weiterlesen »

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