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Sinnlichkeit auf nackte Haut zu reduzieren, das kommt Sandra nicht vor die Linse. Die Fotografin schafft es Sinnlichkeit und Schönheit einzufangen ohne viel nackte Haut zu zeigen. Dennoch: dass auch manchmal die Hüllen fallen, gehört dazu – als Stilmittel. Was sie an dieser Art der Fotografie besonders reizt und was man für das perfekte Motiv braucht: in einem exklusiven Interview gewährt sie uns Einblick in ihre Arbeit – der „Manufaktur für sinnliche Fotografie“.

Sinnliche Fotografie: wieso hast Du Dich als Fotografin für diese Nische entschieden?

Als bekennende Perfektionistin war mir klar, dass ich keine Ich-fotografiere-irgendwie-alles-Fotografin werden wollte. Natürlich war das die ersten Jahre Praxis, um meine Fähigkeiten zu verbessern und um möglichst viele Menschen und Situationen kennenzulernen. Doch schon da merkte ich, dass meine Leidenschaft der stilvollen, sinnlichen Fotografie von Frauen und der Aktfotografie gilt.

Und was genau reizt Dich dabei?

Mir gefällt es besonders die Intimität mit meiner Kundin. Um einen Menschen intim zu porträtieren, braucht es einen Moment des Vertrauens. Ich mag dieses Gefühl, jemanden für einen Moment nah zu sein, dem man eigentlich gar nicht kennt – doch ist genau diese Intensität beim Shooting gefragt.

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Wo überall lassen Deine Kundinnen die Hüllen fallen?

Hauptsächlich fotografiere ich in Hotels oder Apartments. An echten Orten zu fotografieren kreiert eine bestimmte Atmosphäre und Geschichten werden erzählt. Wichtig ist, dass der Raum zur Person passt, ihr einen Rahmen verleiht und sie sich dort wohl genug fühlt, um sich auf das Shooting einzulassen. Das geht in einem Fotostudio nur eingeschränkt.

Apropos wohlfühlen, gibt es Tricks, die aus jeder Frau das perfekte Model machen?

Vor dem Shooting bekommt jede Kundin eine Broschüre von mir mit. Darin sind die „Basics“ für ein Shooting zusammengefasst, wie Ideen zur Kleiderauswahl oder Pflegetipps für die Haut. Doch das Wichtigste überhaupt ist Vertrauen. Erst dann kann Intimität entstehen.

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Und wenn es dann losgeht?

Dann ist der persönliche Austausch das Fundament eines jeden Shootings. Meine Aufgabe ist es, mich in die Kundin hineinzuversetzen, ihr die Unsicherheit zu nehmen und dafür den Spaß und die Freude an der Selbstinszenierung zu wecken. Irgendwann kommt dann der Moment, in dem die Frau ihre Unsicherheiten ablegt und ihr eigenes Bild ihrer Weiblichkeit offenbart – ab da entsteht Sinnlichkeit.

Kann jede Frau sinnlich sein?

Auf jeden Fall! Ich fotografiere Frauen aller Altergruppen und jeglicher Konfektionsgrößen. Dass ich selbst eine Frau bin, hilft sicherlich beim Einfangen der weiblichen Ästhetik, da ich mich gut in die Gedanken, Wünsche aber auch Bedenken meiner Kundinnen hineinverserten kann. Das Ergebnis sind sinnliche und vor allem authentische Fotos.

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Woher nimmst Du Deine Ideen?

Ich mag es klassisch. Bei meiner Inspiration schaue ich also eher zurück als nach vorne. Die Fotografie von Jeanloup Sieff gehört dazu, sie ist dramatisch und die Frauen wirken dabei immer elegant und erhaben. Seine Art, Frauen nackt zu zeigen, wirkt fast beiläufig, nicht vordergründig erotisch. Außerdem inspiriert mich Musik.

Welches Shooting gehört zu Deinen liebsten Erinnerungen?

Da gibt es so viele! Ich habe mit fast allen meiner Kundinnen gelacht, aber manchmal auch sehr traurige Geschichten erzählt bekommen. Letztendlich ist jedes Shooting besonders, denn bei jeder Begegnung öffnet sich mir eine völlig fremde Person und vertraut sich mir für eine kurze Weile an. Zusammen schaffen wir dann etwas Besonderes, was sie für immer begleiten wird.

Ergänze den Satz: Jede sollte sich einmal nackt fotografieren lassen, weil …

Ich denke nicht, dass sich jeder einmal nackt fotografieren lassen sollte. Ich denke allerdings, dass viel mehr Frauen in den Genuss kommen sollten, mittels Fotografie von ihrem oft langjährig antrainierten und destruktiven Selbstbild befreit zu werden. In den richtigen Händen sind Fotografien ein Balsam für Herz und Seele.

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Ihr möchtet mehr über Sandra und Ihre Fotoarbeit erfahren? Hier entlang:
 
 
Tags : AktAktfotografieBerlinDessousFotografieKunstLibertinaLingeriePlussize
Mary

The author Mary

Als freie Lifestyle-Journalistin hat Mary die neuesten Trends immer im Blick. Als „schreibfräulein“ führt sie ihr eigenes Redaktionsbüro und hat namhafte Kunden aus der Mode- und Lifestylebranche. Auch als bei Dessous Diary Autorennot herrschte, war Mary sofort zur Stelle – und blieb, denn sie fand schnell Gefallen an Seide, Spitze, Strass & Co. Da sie gerne auf Reisen ist, dabei sehenswerte Shops besucht und spannende Streetstyles beobachtet, ist sie die perfekte Trendreporterin, und stellt Euch all das vor, was ihr für Drunter nicht verpassen solltet.

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