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HI122D08S-A11@12Pünktlich zum Frühling fragt sich unser Kolumnist Stephan, ob kurzärmlige Hemden auch nur einen Hauch von Stil haben…Eine ziemlich abgehobene Einstellung zum Thema modischem Auftreten ist die Frage, ob kurzärmlige Hemden auch nur einen Hauch von Stil haben. Gerade musste ich wieder einmal feststellen, dass diese Hemdenform noch immer einen festen Platz in unserer Gesellschaft hat. Auf einer kurzen Geschäftsreise beobachtete ich am Flughafen die stolze Crew einer namhaften Fluggesellschaft wie sie letzte Handgriffe an ihre Garderobe legte, bevor es auf die nächste Tour geht. Sofort fiel mir auf, dass die Herren der Schöpfung immer noch dazu genötigt werden, kurzärmlige Hemden als Uniform zu tragen. Diese Schnittform schafft es nur selten, an Männern gut auszusehen. In den meisten Fällen umwedelt der Stoff die meist dünnen Ärmchen und lassen diesen noch schmächtiger wirken.

Bei diesem Bild musste ich zwangsläufig an eine andere Gruppe Männer denken, bei denen sich kurzärmlige Hemden als Standard definiert haben. Auf meinem Weg zum Meeting half mir ein leicht übergewichtiger Taxifahrer bei meinem Gepäck und trug eines dieser modischen Abscheulichkeiten, gepaart mit einem Muster, dass es noch schlimmer machte. Mir blieb also nichts anderes übrig, kurz einen Blick auf weitere Taxifahrer zu werfen und stellte ähnliches fest.

Allerdings setzte mein Meeting dem Ganzen erst die Krone auf, als sich einer der Teilnehmer seines Sakkos entledigte, worunter er ein blau-weiß gestreiftes Hemd mit dunkelblauer Krawatte trug. Auch hier wedelte der Stoff um den eigentlich vernünftig trainierten Oberarm herum und tat rein gar nichts für den Träger.GS122D0B9-K11@14

Mein Fazit aus diesem Tag lautet, dass sowohl unifarbene Varianten oder Streifenvarianten mit einer Krawatte kombiniert, schon gar nicht auffällige Muster dem Kurzarmhemd etwas Gutes tun. Schließlich ist man nicht Jürgen von der Lippe, der mit bunten, grellen Mustern für Aufmerksamkeit sorgte und sie zu seinem Markenzeichen machte.

Es ist einfach so, dass kurzärmlige Hemden aussehen, als wäre dem Designer der Stoff ausgegangen oder als hätte man versucht ein Polo-Shirt mit einem Hemd zu kreuzen. Es fehlt einfach etwas, wie Salz in der Suppe, und weder Accessoires noch Muster oder Farben machen das wieder weg.

Der modebewusste Mann legt Wert auf Qualität und vor allem auf optimale Passform bei der Wahl seiner Hemden, vor allem, wenn es um das Business geht. Langärmlige Hemden sind sowohl in der kalten wie auch der warmen Jahreszeit die beste Wahl. Unterschiedliche Schnittformen bieten perfekte Varianten für die unterschiedlichen Figurtypen.

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Für schlanke, schmal gebaute Männer eignen sich Slim Fit Hemden am besten, da sie eher tailliert angelegt sind und sich beim Sitzen nicht so stark über dem Gürtel wölben. Bei dieser Form werden Abnäher im Mittelteil eingesetzt und in der Taille zusammen gezogen. Allerdings können Slim Fit Hemden immer ein kleines Stück kürzer sein, anprobieren ist also unbedingt erforderlich.

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Wer unter die Rubrik „Normal gebaut“ fällt, sollte zu Hemden im Regular Fit Style greifen. Diese Passform ist lockerer geschnitten und oftmals nur leicht tailliert, da hier auf die Abnäher in der Rückenpartie verzichtet wird. Allerdings fallen Regular Hemden durch eine breitere Schulter- und Rückenpartie auf, was sie auch für sportlich-muskulöse Typen passend macht. Also der perfekte Schnitt für Männer, die Wert auf Bewegungsfreiheit legen. Regular Fit Hemden werden übrigens auch gerne mal mit Tailor Fit betitelt.

Mit ein bisschen mehr auf den Rippen greift man am besten zu Hemden, die unter Comfort oder Loose Fit bekannt sind. Sie zeichnen sich durch einen lockeren, weiten Schnitt aus. Eingesetzte Falten in der oberen Rückenpartie sorgen für mehr Platz im Rücken. Man kann mit dieser Schnittform auch gerne ein paar überflüssige Pfunde kaschieren, zudem sind die Hemden auch gerne etwas länger geschnitten.

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Also, meine Herren, Finger weg von kurzärmligen Hemden – außer die Bekleidungsvorschrift eures Arbeitgebers schreibt es vor – in allen Formen und Varianten. Wer die Wahl hat, sollte zum langärmligen Hemd greifen und dies lieber hochkrempeln, was ihm zugleich eine sportive, aber hochwertige Note verleiht. Was selbst die jungen Royals entdeckt haben, sollte doch auch für die Ausstatter großer Fluggesellschaften mittlerweile möglich sein. Mit kurzen Hemden ist man – zumindest was Piloten und Flugbegleiter angeht – zwar völlig losgelöst, aber auch völlig losgelöst vom Stil. Wenn es kurzärmlich sein soll, dann lieber ein edles Polo-Shirt.

Alle Looks gibt’s bei Zalando!

(Foto: Zalando)

Tags : HAKAMännerMännerbekleidungMännerhemden
Stephan Burghardt

The author Stephan Burghardt

Stephan aus Hamburg führt eine PR-Agentur, die hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Mode und Accessoires betreut. Kein Wunder, dass er so ein herzlicher Frauenversteher ist, wenn er sich täglich mit Handtaschen, Strasskettchen, Düften und Haarstyling umgibt. Als der Hahn im Korb bei Dessous Diary weiß er natürlich genau, dass wir Frauen an unseren Partnern oder Lovern gerne etwas Schickes Drunter sehen möchten. In seinen Artikel versucht Stephan diesen Fakt der Männerwelt näherzubringen. Wir bekommen Danke-Emails – noch Fragen?!

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