Britta Uschkamp

Allgemein

Salut, Paris – Au Revoir, Paris!

SIL2018

Aubade feiert 60jähriges Jubiläum, Wacoal ist Designer des Jahres und der Eiffel-Turm ist immer noch so schön wie letztes Mal! Die drei intensiven Tage auf dem Salon International de la Lingerie in Paris waren reich an Inspirationen! Hier ein paar Highlights und persönliche Favourites von der Messe:

Velvet Sock’s
Samt-Strümpfe in tollen knalligen Farben, made in Germany. Velvet Sock’s ist die neue Kollektion von Simone Wild aus Stuttgart – macht garantiert photogene Beine und perfekt für coole Instagram-Photos!

Dear Drew
Hollywood-Glamour, Komfort-Loungewear, Satin-Seide, Cashmere, Modal. . . Dear Drew ist die neue Lingerie-Kollektion von Drew Barrymore. Ja, das ist dieselbe Drew, die wir schon seit Kindertagen aus Spielberg’s Film E.T. kennen und sehr cool finden! Vor Ort in Paris wurde die Kollektion von Shapewear Designerin Rachael McCrary präsentiert. Drew und Rachael arbeiten in enger Kollaboration in L.A. und New York zusammen und setzen bei ‘Dear Drew’ viel Wert auf eine emanzipierte ‘Body-Positive’ Message – welche Rachael schon mit ihrem eigenem Shapewear-Label Jewel Toned kommuniziert. Besonders schön ist das gold-blaue Set  Manhattan Nights. We love it und möchten gerne mehr davon!

Corporelle
Diese sehr filigrane Kollektion aus St.Petersburg ist als Limited Edition erhältlich und kann auf Anfrage auf Maß geschneidert werden. Jede Bestellung wird von der Designerin/Schneiderin Ksenia Rechenskaya von Hand gefertigt. Corporelle Lingerie ist federleicht, mit seidigem Finish an delikatem Tüll – Purer Luxus mit russischer Romantik.

Domestique
Edler Luxus-Kink, angefertigt aus natürlich gegerbtem Leder und non-allergenem Metall, handgemacht in Paris seit 2016. Ihre kreative Inspiration findet das junge Label findet vor allem im BDSM-Bereich. Das Team hinter Domestique sind der Designer Bastien Benny (rechts) und sein Business-Partner Simon Delacour (links).

Dora Larsen
Wir lieben die Designs von Georgia Larsen! Die Designerin entwirft ihre Kollektion farblich bewusst ohne schwarz und weiß. Ihr Label Dora Larsen ist vor allem bekannt für tolle kontrastreiche Farb-Kombinationen in bunter Spitze und weichem Tüll, erfrischend phantasievoll.

Undresscode
Samt liegt weiter im Trend! Bei Undresscode gibt es in der sehr graphisch-modernen Kollektion als Variante zusätzlich auch Alcantara.
UndressedCode

Le Petit Trou
Flirty Designs und dezente Erotik aus Polen. Le Petit Trou arbeitet hauptsächlich mit geometrischem, schwarzem Tüll.

Besonders lieben wir den asymmetrischen Tüll-Body mit Sternen-Himmel!

Studio Pia
Designerin Pia Conaghan entwirft traumhafte Lingerie aus Satin-Seide, in Pfirsich-Aprikose, Schwarz, Gold, verträumtem Grün, gold-schwarzer Spitze. Besonders gut bei Studio Pia: Die vielen verstellbaren Elastik-Riemchen und cruelty-free Seide.

Anita Active
Wir lieben alle Anita’s Sport-BHs und den ‘Air Control Delta’ ganz besonders!

Merci, Paris!

Von welchen Labels möchtet ihr mehr sehen? Schreibt uns hier ein Kommentar!

Bisous, Bisous! xoxo

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Erotik-Verlegerin Giada Armani im Interview

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Die sehr charmante Italienerin Giada Armani ist die Powerfrau hinter dem erotischen E-Book Verlag ‘Giada.Berlin’. Schon vor ’50 Shades of Grey’ wußte sie, was Frauen wollen und hat kurzum ihren Verlag gegründet. Unsere Autorin Britta hat sich mit ihr im 25Hours Hotel in Berlin getroffen:

Bonjour Giada, vielen Dank für das Interview!

Buongiorno!

Ein erotischer E-Book-Verlag, war das schon lange Dein Traum?

2011 war ich für eine Agentur auf der Frankfurter Buchmesse. Zu der Zeit waren E-Books nicht populär. Fast alle Verleger, mit denen ich ins Gespräch kam, sahen darin keine Zukunft. Gute Qualität sei in gedruckten Büchern zu finden. Diese Ignoranz gegenüber neuen Ideen hatte mein Interesse an E-Books nur verstärkt. Die Spezialisierung auf erotische Literatur war eine logische Konsequenz, da ich mich schon seit meiner Kindheit viel damit beschäftigt habe. In der Bibliothek meiner Eltern standen vorne die ‘guten’ Bücher. Dahinter vesteckten sich die viel interessanteren, ‘bösen’ Bücher, zum Beispiel ‘Emmanuelle’ und Schriften des Marquis de Sade. Sex, Liebe und Beziehungen waren mir schon immer sehr wichtig. Noch heute bin ich sehr neugierig und möchte alle Details wissen, wenn mir jemand vom Verliebtsein erzählt.

Kanntest Du Dich mit der Verlagsarbeit aus?

Nein, ich ließ mich von Freunden und Geschäftspartnern beraten und habe viel recherchiert. Einen Monat später waren die ersten erotischen E-Books draussen. Wir haben auch Sex- und Beziehungsratgeber im Programm. Inzwischen sind 30 Autoren (Frauen als auch Männer) und 200 Bücher im Verlags-Sortiment. In unserem Online-Shop bieten wir zusätzlich E-Books anderer Verlage an.

Welche E-Books hast Du als erstes veröffentlicht?

Auf meine Online-Ausschreibung kamen die ersten Rückmeldungen von Autoren aus dem BDSM Genre (BDSM: Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism, Masochism). Ich habe meinen Verlag Ende 2011 gegründet, kurz bevor im Frühling 2012 ’50 Shades of Grey’ rauskam. Europäische BDSM-Literatur ist allerdings etwas härter. Eines unserer ersten Bücher war ‘Haus Justine’, die Geschichte eines Mädchens, das sich freiwillig versklavt.

Das klingt nach ‘Die Geschichte der O’, besteht da ein Zusammenhang?

Diese Geschichten sind alle ähnlich strukturiert: Es gibt einen starken, unerreichbaren Mann, der ein Geheimnis hat. Im gegenüber steht die einzige Frau, die ihn verstehen und somit sein Herz erreichen kann. Viele Frauen können sich in diese Geschichte verlieben, das verkauft sich gut. Bei erotischer Literatur geht es um Inspiration, es lässt sich damit viel über eigene Vorlieben lernen. Beim Sex ist es wichtig, seinem Instinkt zu folgen. Leider stecken viele Menschen in Beziehungen, die nur theoretisch funktionieren, weil man etwa einen gemeinsamen Freundeskreis, passende Jobs und die gleichen Familienpläne hat. Doch oft fehlt die Leidenschaft. Wenn der Anfang schon lauwarm ist, ändert sich das später nicht. Im Zweifel bin ich immer für eine schnelle Trennung, denn ich glaube an Seelenverwandschaft. Es gibt irgendwo einen Menschen, der perfekt zu einem passt und das Glück findet man sowieso erstmal in sich selber.

BrittaUschkamp_DessousDiary_GiadaBerlin_4_72dpiGiada & Britta beim Interview / Photos: Giada.Berlin

Apropos Glück, auf Deiner Webseite habe ich schockiert gelesen, daß über 60% aller Frauen noch nie einen Orgasmus hatten.

Frauen, die keinen Orgasmus haben, fühlen sich oft schuldig und denken, dass ihr Körper nicht ‘richtig’ funktioniert. Wenn diese Frauen offen darüber mit Freundinnen reden würden, könnten sie vielleicht auf neue Ideen und Techniken kommen. Wenn es erstmal alleine geht, dann klappt es später auch mit einem Partner. Viele Hemmungen und Ängste entstehen durch unrealistische Ideale, die von den Medien vermittelt werden. Man bekommt das Gefühl, dass alles automatisch funktionieren müsste. Die amerikanischen Medien sind besonders schlimm, auch im Bezug auf Zensur. Sie entscheiden, was für uns gut und schlecht ist. Das geht von der Zensur von Photos auf Facebook, Buch-Covern auf iTunes bis zur Wort-Zensur bei Werbung über Google AdWords. Das Internet und das Monopol dieser Firmen beeinflussen unsere europäische Kultur sehr mit der starken Prüderie der amerikanischen Gesellschaft.

Im Gegenzug dazu ist der US-Sender HBO mit Serien wie ‘Girls’ und ‘True Blood’ sehr freizügig.

Diese Freizügigkeit ist ein nur kommerzielles Konzept.

Bei aller Fantasie eine Frage mit Realitätsbezug: Warum findet man bei erotischen Büchern und Filmen so selten Kondome erwähnt?

Ja, das fällt mir auch negativ auf. Alle, die beruflich mit Sex und Erotik zu tun haben tragen eine große Mitverantwortung zu Aufklärung und Gesundheit. Im Rahmen unseres neuen Web-Layouts und Verlags-Logo aktualisieren wir gerade alle Bücher und versehen sie mit einem Hinweis auf ‘Safe Sex’.

Auf deiner Webseite steht: ‘Wenn jeder täglich guten Sex hätte, dann wäre die Welt viel besser.’ Sex als Universal-Rezept fürs Glücklichsein?

Richtig, es geht jedoch nicht um Quantität, sondern darum, seine individuellen Wünsche zu erkennen und auszuleben. Dafür muß man sich natürlich erstmal mit dem Thema Sexualität beschäftigen. Im Grunde dreht sich bei meiner Arbeit alles nur um die Liebe und das Glück!

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BrittaUschkamp_DessousDiary_GiadaBerlin_7_72dpiGiada & Britta beim Interview / Photos: Giada.Berlin

BrittaUschkamp_DessousDiary_25HoursHotel_72dpi25 Hours Hotel, Berlin

Giada’s Lingerie-Favoriten in Berlin:

– Très Bonjour (luxuriöse Latex-Lingerie)
– Galeries Lafayette (Lingerie Paradies)
– Perlensäue (erotischer Körperschmuck)

Giada’s Buchtips für den Sommer:

– ‘Komm wie du willst’ (Emily Nagoski)
– ‘Mein wildes Jahr’ (Robin Rinaldi)
– ‘Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution’ (Laurie Penny)
– ‘Bärenmädchen’ (Luca Berlin)

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#AwakenYourSenses – Happy Birthday, Marlies Dekkers!!

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Dessous-Diary-Marlies-Dekkers-Britta-Uschkamp-0Marlies Dekkers feiert Jubiläum und wir sind eingeladen, Merci! Falls ihr dieses wunderschöne Lingerie-Label für feminine Feministinnen noch nicht kennt, dann wird es Zeit! Unsere Autorin Britta war beim ‘Awaken Your Senses’ Event in Rotterdam und nimmt Euch hier mit auf eine sinnliche Reise. . .

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‘Riviera Style’ – 100 Jahre Badespaß

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Die Urlaubszeit ist fast vorbei und wir träumen den letzten Sonnenstrahlen hinterher. Zum Glück lässt sich in südlichen Ländern noch etwas Wärme tanken! Wer noch ein bisschen im Sommer leben möchte, schaut sich die aktuelle Ausstellung ‘Riviera Style’ an, Britta gibt Euch hier eine kleine Tour zur Geschichte der Bademode:

Photo: La Plage de Calvi, Corse, 1928 (Colour Litho) Broders, Roger (1883-1953) Private Collection Photo © Christie’s Images Bridgeman Images

‘Riviera Style’
Wie selbstverständlich schlüpfen wir in unsere modernen Bikinis aus technischem Material, mit Stretch in alle Richtungen und optionalem Shaping-Effekt. Das war nicht immer so. In 200 Exemplaren wird im Fashion & Textiles Museum ansehlich die gesamte Geschichte der Bademode illustriert, von unpraktischen Badegewändern zu Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Strandmode. Die Kuratorin der Ausstellung ist die Design-Historikerin Dr. Christina Boydell. In der folgenden Chronologie habe ich mich an der Museums-Ausstellung orientiert, doch es fliessen natürlich auch persönliche Bemerkungen hinein für einen besseren Kontext. Leider hatte ich nicht genug Zeit mir diese tolle Präsentation bei meinem letzten Besuch in London anzuschauen. Falls Ihr es schafft, viel Spaß dabei!

(Photo: © P&O Heritage Collection)

1900-1920

Die Frauen um 1900 mussten mit kiloschweren Stoffen durchs Meer waten – zu der Zeit wurde noch nicht geschwommen. Der Kontakt mit dem Meereswasser war vor allem zu medizinischen Zwecken interessant. Die Badekleider sahen der modischen Damenbekleidung sehr ähnlich, nur etwas leichtere Stoffe, aus Baumwolle-Jersey oder -Serge.  Hauptsache man zeigte nicht zuviel Haut. Auch Strümpfe und Hüte gehören zum Bade-Outfit. Männer hatten bis dato ihre eigenen Strände und gingen nackt baden. Nun musste auch für sie bedeckende Bekleidung zum Baden her, denn die Strände waren mittlerweile gemischt.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1890-1920-72dpiRotes Badekleid circa 1890, Navyblaues Badeanzug aus Wolle circa 1920 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

1920-1940
Die Erfindung von elastischen Fäden als auch von verschiedenen neuen Strick- und Nähtechniken der 30er Jahren ermöglichten eine bessere Paßform als bisher. Nur die Absorbtion von Wasser und der damit verbundene Effekt von Schwere und Ausdehung der Formen musste noch verbessert werden. Zu dieser Zeit geht man auch zum ersten Mal in die Sonne, um seine Haut zu bräunen. Einer Anekdote zufolge wurde diese Mode von Coco Chanel lanciert, als sie sich aus Versehen bei einem Segel-Ausflug an der französischen Riviera einen Sonnenbrand einfing und mit dem heute so beliebten gebräunten Urlaubslook zurück ans Land kam. Im Vergleich zur vorherigen Epoche sind Arme und Schultern bei den Badeanzügen dieser Zeit frei, Männer beginnen den oberen Teil das Anzugs runterzulassen und leiten somit die Geburt der Badehose ein.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1930-72dpi‘Speed’ Anzug für Männer, 1930 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

1940-1960
Dior’s ‘New Look’ der Nachkriegszeit entspricht der Sehnsucht nach klassisch weiblichen Formen. Somit betont auch die Bademode viel Sensualität und man sieht klar die Einflüße von Lingerie und Korsett-Techniken. Bademode ist somit fast wie Unterwäsche am Strand und man entdeckt die Form des Bikini. Neue Textil-Entwicklungen, wie stretchfähiges Lastex und schnell trocknendes, leichtes Nylon kündigen die ersten Fortschritte auf dem Weg zur funktionellen Bademode ein. Schönheitswettbewerbe tun ihr übriges dazu, um Badeanzüge salonfähig zu machen.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1940-195372dpigerüschter Badeanzug, circa 1940, ‘Peter Pan’ Badeanzug, 1953 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Morecambe-Wise-Miss-Großbritannien-1965-72dpiMorecambe und Wise bei der Miss Großbritannien Siegerehrung 1965 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

1960-1990
War man zu 1900 gut bedeckt und hatte in den 40er und 50er Jahren die Unterstützung von Shapewear und schmeichelnden Schnitten, so wird hier der Körper wichtiger. Sport und gute Ernährung stehen im Mittelpunkt. Der Minirock der ‘Swinging 60ies’ entspricht Rudi Gernreich’s knappbedeckendem, skandalösen ‘Monokini’, welcher die Brüste komplett frei lässt. Weniger Stoff wird auch gepaart mit mehr Farbe und bunten Drucken.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1969-72dpiBadeanzüge 1969 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

Revolutionär ist in diesem Zusammenhang auch die erste offizielle Teilnahme einer Frau am Marathon 1967 (Boston). Die Amerikanerin Kathrine Switzer lief damals natürlich nicht in dem heute üblichen knappen Lauf-Outfit wie eine Paula Radcliffe sie trägt.

Katherine Switzer, Boston Marathon, 1967 (Photos: AP Images)

1990++

Jetzt wird es richtig interessant – aus sportlicher Hinsicht zumindest! Textilien werden technischer und effektiver. Soweit, dass der ‘LZR Racer’ von Speedo, ein aus Teflon-überzogenem Lycra-Stoff gefertigter Schwimmanzug, nach den Olympischen Spielen 2008 in Bejing bei Wettkämpfen verboten wird. Der Anzug machte den Körper zu dynamisch im Kampf gegen den Wasser-Widerstand und es wurden mit ihm anscheinend zuviele Rekorde gebrochen. Ein Badeanzug als Doping-Mittel – das Equivalent hätte ich gerne fürs Laufen! 2012 entwirft Stella McCartney in Kollaboration mit Adidas den offiziellen Badeanzug für das Team von Großbritannien, aus recycletem Nylon und Spandex. Der gefällt mir. Bei dem aktuellen Angebot von Adidas habe ich diesen Sommer nämlich nichts besonders zum Schwimmen entdeckt, bei Speedo übrigens auch nicht. . .

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Adidas-Stella-McCartney-speedo-LZR-Racer-72dpiStella McCartny & Adidas für Großbritanien-Team, Olympiade London 2012, Speedo LZR Racer Suit, Bejing Olympiade 2008 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

Als Gegenentwurf zum sexy ‘zweite Haut’ Look gibt es in ‘Riviera Style’ auch einen Burkini zu sehen. Das bringt mich auf Gedanken zu moslemischen Frauen und Sport im Allgemeinen. 2012 haben Saudi-Arabien, Quatar und Brunei zum erstem Mal Frauen zur Olympiade geschickt. Die schweren Trainings-Umstände im Vorfeld als auch die Problematik mit hinderlicher, jeddoch kulturgemäßer Bekleidung beim Wettkampf anzutreten bezeugten Stärke und Optimismus, doch leider auch Ungerechtigkeit. Hier ein interessanter Artikel dazu. Nach obiger Zeitrechung (vom Badekleid bis zu Performance-Anzügen) dauert es also noch 100 Jahre bis sich das ändern kann?

In diesem Zusammenhang bin ich auf Arte auf einen sehr berührenden Animations-Kurzfilm gestossen: ‘Beach Flags’ (2014) von der iranischischen Filmemacherin Sarah Saidan.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Sarah-Saidan-Beach-Flags-1-72dpi britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Sarah-Saidan-Beach-Flags-2-72dpiBeach-Flag’ (Photos: © Sarah Saidan)

London Calling
Die Ausstellung im Fashion & Textiles Museum geht noch bis zum 13. September, mehr Info gibt es hier.

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