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Dessous-Diary-BCA

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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen und zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr die häufigste Todesursache unter Frauen generell. Seit 23 Jahren sammelt die „Bewusstsein für Brustkrebs“-Kampagne von Estée Lauder Spenden um die Forschung zu unterstützen. Bisher sind es über 58 Millionen US-Dollar, aber der Kampf gegen die Krankheit dauert an. Der Oktober ist alljährlich Brustkrebsmonat. Wir verraten euch, wie ihr die Breast Cancer Research Foundation mit 25USD* unterstützt ohne auch nur einen Cent aufzuwenden und gehen mit gutem Beispiel voran.  Helft uns bitte, gemeinsam sind wir stärker.

Brustkrebs. 10 kleine Buchstaben. Ich denke an pinke Schleifen, kahlköpfige Frauen, die unerbitterlich den Kampf ihres Lebens und um ihr Leben kämpfen, an die Krebsvorsorge bei meinem Gynäkologen mit den kalten Händen und ein bisschen an Sex and the City und die Folgen, in denen HBO Samantha Jones Brustkrebs ins Drehbuch geschrieben hat um uns zu zeigen, dass auch die stärksten Frauen nicht vor der Krankheit gefeit sind.

Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich begriffen, dass ich mich bisher effektiv um das Thema Brustkrebs herumgedrückt habe. Ob aus Respekt (Angst?) oder aus der Perspektive des Nicht-Betroffenseins heraus, das weiß ich nicht. Nun habe ich beschlossen, den Kampf gegen die tödliche Krankheit dadurch zu unterstützen, dass ich diesen Artikel für Dessous Diary und einen Artikel für ein Printmagazin schreibe sowie die #BCAstrength Social-Media Kampagne an möglichst viele Leute herantrage. Falls ihr diesen Monat noch Kosmetika kaufen wollt, denkt bitte daran, dass der Erlös bestimmter Kosmetika folgender Marken, die zu der Este Lauder-Familie gehören, an die Brustkrebshilfe geht: Aveda, Aramis and Designer Düfte, Bobbi Brown, Clinique, Darphin, Estée Lauder, Jo Malone, La Mer, MAC und Origins.

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Eine Visionärin und die Geburt der rosa Schleife

1992 gründete Evelyn H. Lauder die „Bewusstsein für Brustkrebs“-Kampagne (Estée Lauder Companies’ Breast Cancer Awareness Campaign). Kurz zuvor hatte sie gemeinsam mit Alexandra Penney, der damaligen Chefredakteurin des US-Magazins „Self“ die rosa Schleife entwickelt, die heute als internationales Symbol gegen Brustkrebs steht. Damals war die Krankheit noch ein absolutes Tabuthema, aber Evelyn glaubte daran, dass Brustkrebs irgendwann heilbar sein würde und setzte sich zum Ziel Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen.  Die Krankheit ist nach wie vor in vielen Fällen nicht heilbar, aber die Vision des Bewusstseins hat sich bereits erfüllt. Die Initiative ist heute in mehr als 70 Ländern aktiv. Es wurden über die ebenfalls von Evelyn H. Lauder gegründete Stiftung „Breast Cancer Research Foundation“, kurz BCRF („Stiftung für Brustkrebsforschung“) knapp 46 Millionen US-Dollar an 185 Forschungsprojekte vergeben. Ziel ist es jährlich 6 Millionen US-Dollar zu sammeln.

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Zum Auftakt des Brustkrebsmonats werden weltweite Wahrzeichen von Städten pink illuminiert, so wie hier das Brandenburger Tor in Berlin.

Kleines Statement, große Wirkung

Aktuell betreiben Estée Lauder eine Onlinekampagne, mit der jeder Gesicht zeigen und die Botschaft in die Welt hinaustragen kann. Auf der Homepage bieten sie die Möglichkeit ein Selfie hochzuladen und mit dem Statement zu versehen, was man selbst im Kampf gegen Brustkrebs tut. Für jedes hochgeladene Statement finanziert Estée Lauder eine halbe Stunde Forschungsarbeit mit 25 US-Dollar und möchte über die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit 25.000 US-Dollar spenden. Selbiges gilt auch für jedes verwendete „#BCAstrength“ Hashtag bei Instagram. Aus den hochgeladenen Bildern wird zum Weltkrebstag am 04. Februar 2016 ein global zugängliches Multimediaprojekt erzeugt. Unsere Redaktion nimmt selbstverständlich Teil und wir möchten euch dazu aufrufen es auch zu tun.

Etwa jede 8. Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs

Unter dem Fachbegriff „Mammakarzinom“ bekannt, ist Brustkrebs mit einem Anteil von knapp einem Drittel aller Krebsneuerkrankungen die häufigste Krebsart bei Frauen in der westlichen Welt. An der Erkrankung sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krankheit, deswegen sollen internationale Programme zur Früherkennung und Behandlung die Sterblichkeit zukünftig senken.

Etwa jede achte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs, in Deutschland sind es ca. 71.000 Frauen im Jahr. Seit 1970 haben sich die Neuerkrankungen verdoppelt während jedoch weniger Frauen an der Krankheit versterben. Zwischen dem 30. Und 60. Lebensjahr ist Brustkrebs die häufigste Todesursache unter Frauen. Die Fünfjahresüberlebensrate in Deutschland beträgt 86-90%. In armen Ländern unterscheidet sich besonders diese Zahl drastisch: Es sterben etwa 72% aller Krebserkrankten mit mittlerem oder geringem Einkommen. Weltweit gibt es nach Schätzungen der WHO (2003) etwa 1.050.000 Brustkrebsneuerkrankungen, 580.00 davon in Industriestaaten. Besorgniserregend ist dabei auch die steigende Anzahl der Erkrankungen bei jungen Frauen in den USA, für die es bisher keine zufriedenstellende Erklärung gibt. Männer können ebenfalls erkranken, jedoch ist die Zahl der Fälle vergleichsweise gering. Für männliche Erkrankte gibt es in Deutschland das Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V..

Woher kommt die Krankheit?

Nur etwa 5% der Brustkrebserkrankungen sind erblich bedingt, häufiger sind genetische Veränderungen für ein höheres Risiko verantwortlich. Die Wahrscheinlichkeit selbst zu erkranken steigt statistisch nachweisbar, wenn bereits zwei direkte Verwandte erkrankt sind. Dies gilt ebenfalls für Eierstockkrebs. Eine bekannte Person, die sich aus diesem Grund zur vorsorglichen Entfernung beider Brüste und ihrer Eierstöcke entschieden hat ist Hollywood-Star Angelina Jolie. Leider wird der Eingriff in Deutschland nicht durch die Krankenkassen gedeckt.

Die These ob die Einnahme von hormonhaltigen Präparaten wie der Antibabypille das Risiko der Erkrankung erhöht, ist nicht vollständig geklärt.

Quasi bewiesen ist, dass Linkshänder mehreren Studien zufolge ein bis zu doppelt so hohes Risiko haben, vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken als Rechtshänder.

Die weiteren Risikofaktoren sind Mannigfaltig: So steigert deutliches Übergewicht das Risiko stark (2,5 mal), ebenso wie starkes, langanhaltendes Rauchen (30%), eine tägliche Alkoholaufnahme von über 20g bei Frauen (30%) sowie Bewegungsmangel (25%).

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Das Münchener Rathaus wurde ebenfalls schonmal komplett pink eingefärbt.

Mammographie, Knoten, Früherkennungsprogramm

Etwa 80-90% aller Knoten werden von Frauen zufällig selbst entdeckt. Da diese zu dem Zeitpunkt schon relativ groß sind, sind die Prognosen entsprechend schlecht. Würden die Knoten entdeckt während sie zu klein zum Ertasten sind, ließe sich die Sterblichkeit vermutlich um ca. 25% senken, jedoch bleibt eine Mammographie einer dichten Brust meist ergebnislos.

Die frühzeitige Selbsterkennung ist generell schwierig, da nicht jedes Karzinom zu ertasten ist. Auf der anderen Seite ist allerdings auch nur jedes zwölfte Knötchen bösartig. In Deutschland wird dennoch zur Selbstuntersuchung geraten, da sie das Bewusstsein für Brustkrebs erhöht. Der Empfehlung nach soll die Selbstuntersuchung kurz nach Einsetzen oder kurz nach Ende der Regelblutung durchgeführt werden.

Ab dem 30. Lebensjahr ist die klinische Untersuchung beim Arzt Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms. Freundlicher Weise nehmen sich jedoch die meisten Gynäkologen die Zeit und tasten von Teeniejahren an nach Knoten. Leider ist dies ebenso problembehaftet wie die Selbstuntersuchung. Es gibt also noch viel zu Forschen und zu bewegen.

Bitte helft auch ihr bei der Aufklärung. Danke.

Semper Oper Dresden

Auch der Semper Oper in Dresden stand pink gut. Sei dabei, Engagement steht jedem.

 

*Estée Lauder spenden bis zu 25000 US$.

Tags : #BCAstrengthBrustkrebsEstée LauderGesundheitKrebsKrebsvorsorgeSocial Media
Scarlett

The author Scarlett

Scarlett ist ein BH-Nerd. Sie weiß alles über Schnitttechniken und die Geschichte des BHs. Wer sie nachts aufweckt und eine beliebiges Jahreszahl in ihr Ohr flüstert, erfährt sofort alles über den damaligen Wäschestil. Als wandelndes Lexikon mit Hang zu Designerhandtaschen ist Scarlett zuständig für Nostalgie, Retro-Chic und auch Newcomerlabels aus Übersee. Weltoffen wie sie ist, kann auch mal ein Fetischlabel ihr Herz höher schlagen lassen und das kann sie natürlich nicht für sich behalten…

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