close

Dessous Diary on tour

Lingerielounge im Red Room. Zu Besuch bei Eis.de

cupcake

cupcake

Vor wenigen Tagen war es wieder so weit: Im Rahmen der “German Press Days” in Berlin hat ein gewisser sexy Onlineshop in keine geringere Location als in das Soho House geladen. Zwischen Samt und schummerigem Licht konnte das Publikum in Herrenzimmer-Atmosphäre eine stil- und liebevoll Lingerieselektion bewundern, die von erotisch bis hin zu subtil nichts zu wünschen übrig lässt. Wir waren selbstverständlich dabei.

Mehr lesen

‘Riviera Style’ – 100 Jahre Badespaß

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-King-McGraw ftmlondon-72dpi

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-King-McGraw ftmlondon-72dpi

Die Urlaubszeit ist fast vorbei und wir träumen den letzten Sonnenstrahlen hinterher. Zum Glück lässt sich in südlichen Ländern noch etwas Wärme tanken! Wer noch ein bisschen im Sommer leben möchte, schaut sich die aktuelle Ausstellung ‘Riviera Style’ an, Britta gibt Euch hier eine kleine Tour zur Geschichte der Bademode:

Photo: La Plage de Calvi, Corse, 1928 (Colour Litho) Broders, Roger (1883-1953) Private Collection Photo © Christie’s Images Bridgeman Images

‘Riviera Style’
Wie selbstverständlich schlüpfen wir in unsere modernen Bikinis aus technischem Material, mit Stretch in alle Richtungen und optionalem Shaping-Effekt. Das war nicht immer so. In 200 Exemplaren wird im Fashion & Textiles Museum ansehlich die gesamte Geschichte der Bademode illustriert, von unpraktischen Badegewändern zu Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Strandmode. Die Kuratorin der Ausstellung ist die Design-Historikerin Dr. Christina Boydell. In der folgenden Chronologie habe ich mich an der Museums-Ausstellung orientiert, doch es fliessen natürlich auch persönliche Bemerkungen hinein für einen besseren Kontext. Leider hatte ich nicht genug Zeit mir diese tolle Präsentation bei meinem letzten Besuch in London anzuschauen. Falls Ihr es schafft, viel Spaß dabei!

(Photo: © P&O Heritage Collection)

1900-1920

Die Frauen um 1900 mussten mit kiloschweren Stoffen durchs Meer waten – zu der Zeit wurde noch nicht geschwommen. Der Kontakt mit dem Meereswasser war vor allem zu medizinischen Zwecken interessant. Die Badekleider sahen der modischen Damenbekleidung sehr ähnlich, nur etwas leichtere Stoffe, aus Baumwolle-Jersey oder -Serge.  Hauptsache man zeigte nicht zuviel Haut. Auch Strümpfe und Hüte gehören zum Bade-Outfit. Männer hatten bis dato ihre eigenen Strände und gingen nackt baden. Nun musste auch für sie bedeckende Bekleidung zum Baden her, denn die Strände waren mittlerweile gemischt.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1890-1920-72dpiRotes Badekleid circa 1890, Navyblaues Badeanzug aus Wolle circa 1920 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

1920-1940
Die Erfindung von elastischen Fäden als auch von verschiedenen neuen Strick- und Nähtechniken der 30er Jahren ermöglichten eine bessere Paßform als bisher. Nur die Absorbtion von Wasser und der damit verbundene Effekt von Schwere und Ausdehung der Formen musste noch verbessert werden. Zu dieser Zeit geht man auch zum ersten Mal in die Sonne, um seine Haut zu bräunen. Einer Anekdote zufolge wurde diese Mode von Coco Chanel lanciert, als sie sich aus Versehen bei einem Segel-Ausflug an der französischen Riviera einen Sonnenbrand einfing und mit dem heute so beliebten gebräunten Urlaubslook zurück ans Land kam. Im Vergleich zur vorherigen Epoche sind Arme und Schultern bei den Badeanzügen dieser Zeit frei, Männer beginnen den oberen Teil das Anzugs runterzulassen und leiten somit die Geburt der Badehose ein.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1930-72dpi‘Speed’ Anzug für Männer, 1930 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

1940-1960
Dior’s ‘New Look’ der Nachkriegszeit entspricht der Sehnsucht nach klassisch weiblichen Formen. Somit betont auch die Bademode viel Sensualität und man sieht klar die Einflüße von Lingerie und Korsett-Techniken. Bademode ist somit fast wie Unterwäsche am Strand und man entdeckt die Form des Bikini. Neue Textil-Entwicklungen, wie stretchfähiges Lastex und schnell trocknendes, leichtes Nylon kündigen die ersten Fortschritte auf dem Weg zur funktionellen Bademode ein. Schönheitswettbewerbe tun ihr übriges dazu, um Badeanzüge salonfähig zu machen.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1940-195372dpigerüschter Badeanzug, circa 1940, ‘Peter Pan’ Badeanzug, 1953 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Morecambe-Wise-Miss-Großbritannien-1965-72dpiMorecambe und Wise bei der Miss Großbritannien Siegerehrung 1965 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

1960-1990
War man zu 1900 gut bedeckt und hatte in den 40er und 50er Jahren die Unterstützung von Shapewear und schmeichelnden Schnitten, so wird hier der Körper wichtiger. Sport und gute Ernährung stehen im Mittelpunkt. Der Minirock der ‘Swinging 60ies’ entspricht Rudi Gernreich’s knappbedeckendem, skandalösen ‘Monokini’, welcher die Brüste komplett frei lässt. Weniger Stoff wird auch gepaart mit mehr Farbe und bunten Drucken.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-1969-72dpiBadeanzüge 1969 (Photos: Leicestershire County Council Museum Service)

Revolutionär ist in diesem Zusammenhang auch die erste offizielle Teilnahme einer Frau am Marathon 1967 (Boston). Die Amerikanerin Kathrine Switzer lief damals natürlich nicht in dem heute üblichen knappen Lauf-Outfit wie eine Paula Radcliffe sie trägt.

Katherine Switzer, Boston Marathon, 1967 (Photos: AP Images)

1990++

Jetzt wird es richtig interessant – aus sportlicher Hinsicht zumindest! Textilien werden technischer und effektiver. Soweit, dass der ‘LZR Racer’ von Speedo, ein aus Teflon-überzogenem Lycra-Stoff gefertigter Schwimmanzug, nach den Olympischen Spielen 2008 in Bejing bei Wettkämpfen verboten wird. Der Anzug machte den Körper zu dynamisch im Kampf gegen den Wasser-Widerstand und es wurden mit ihm anscheinend zuviele Rekorde gebrochen. Ein Badeanzug als Doping-Mittel – das Equivalent hätte ich gerne fürs Laufen! 2012 entwirft Stella McCartney in Kollaboration mit Adidas den offiziellen Badeanzug für das Team von Großbritannien, aus recycletem Nylon und Spandex. Der gefällt mir. Bei dem aktuellen Angebot von Adidas habe ich diesen Sommer nämlich nichts besonders zum Schwimmen entdeckt, bei Speedo übrigens auch nicht. . .

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Adidas-Stella-McCartney-speedo-LZR-Racer-72dpiStella McCartny & Adidas für Großbritanien-Team, Olympiade London 2012, Speedo LZR Racer Suit, Bejing Olympiade 2008 (Photo: Leicestershire County Council Museum Service)

Als Gegenentwurf zum sexy ‘zweite Haut’ Look gibt es in ‘Riviera Style’ auch einen Burkini zu sehen. Das bringt mich auf Gedanken zu moslemischen Frauen und Sport im Allgemeinen. 2012 haben Saudi-Arabien, Quatar und Brunei zum erstem Mal Frauen zur Olympiade geschickt. Die schweren Trainings-Umstände im Vorfeld als auch die Problematik mit hinderlicher, jeddoch kulturgemäßer Bekleidung beim Wettkampf anzutreten bezeugten Stärke und Optimismus, doch leider auch Ungerechtigkeit. Hier ein interessanter Artikel dazu. Nach obiger Zeitrechung (vom Badekleid bis zu Performance-Anzügen) dauert es also noch 100 Jahre bis sich das ändern kann?

In diesem Zusammenhang bin ich auf Arte auf einen sehr berührenden Animations-Kurzfilm gestossen: ‘Beach Flags’ (2014) von der iranischischen Filmemacherin Sarah Saidan.

britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Sarah-Saidan-Beach-Flags-1-72dpi britta-uschkamp-dessous-diary-riviera-style-Sarah-Saidan-Beach-Flags-2-72dpiBeach-Flag’ (Photos: © Sarah Saidan)

London Calling
Die Ausstellung im Fashion & Textiles Museum geht noch bis zum 13. September, mehr Info gibt es hier.

Mehr lesen

Love, Liebe

britta-uschkamp-dessous-diary-love-gaspar-noe-0-72dpi

‘Love’ – so heißt der neueste Kino-Skandal aus Frankreich. Gaspar Noé’s revolutionärer 3D-Streifen zum schönsten Thema der Welt hat einiges an Aufsehen erregt. Was an dem ganzen dran ist oder ob es doch einfach nur ein cooler – beziehungsweise heißer – Liebesfilm ist, hat unsere Autorin Britta für Euch ausfindig gemacht:

Mehr lesen

‘It’s a Match’?!

Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_1_72dpi

Nach langem Zögern hat Großstadt-Single Britta sich dem Online-Dating zugewandt und für Euch ein paar Apps getestet. Was dabei so alles passierte – oder nicht – erzählt sie Euch hier:

‘Tinder’
Meine bisherigen Erfahrungen mit Oline-Dating waren unspektakulär und fanden vor langer Zeit lustlos per Computer statt. Ich erinnere mich gut an einen ehemaligen Mitbewohner, der mir regelmäßig seine Auswahl auf ‘BigMuscleBears’ oder ‘GayRomeo’ zeigte. Von ‘Grindr’ hatte ich auch einiges gehört. Doch das ist alles ausschließlich für Männer und vorwiegend für ‘Booty-Calls’.

Durch einen Instagram-Zufall begann mein Interesse fürs Smartphone-Dating. Die Werbung schaut schonmal harmlos und charmant aus:

http://www.youtube.com/watch?v=zdef2anpd04?rel=0&w=640&h=360
‘Tinder Plus’ (Video: Tinder)

Tinder lässt sich ausschließlich über FaceBook nutzen. Doch ich erstelle mir nicht extra ein separates Profil, damit die Erfahrung möglichst authentisch wird. Von FB aus werden Vorname, Alter und Photos importiert. Ich suche einige Bilder aus und beschreibe mich in 5 Worten. Meinen Instagram Account füge ich nicht ein. Gemeinsame FaceBook-Likes und Freunde werden bei allen Profilen, die der Reihe nach auf dem Bildschirm erscheinen, mitangegeben. Das Gute ist, dass man erstmal anonym bleibt und sich nur bei gegenseitigem Interesse (‘Match’) kontaktieren kann. Wenn man nicht zurück-‘gelikt’ wird, sieht die andere Person nämlich gar nicht erst, dass man sie überhaupt ‘gelikt’ hat.
Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_3_72dpi‘Heart-Beats’

‘London Calling’
Zu Hause möchte ich Tinder nicht ausprobieren. Ein Kurztrip nach London steht an und die Situation scheint mir unvergleichbar relaxter. Vor Ort stelle ich die App auf einen 10km Radius ein. Das bedeutet, dass in diesem Umkreis alle möglichen Profile auftauchen. Mit der an sich perfekten Wlan-Verbindung funktioniert die App nicht. Ich mache das Roaming an und es klappt sofort. Die ersten Profilen interessiere mich gar nicht – und wieso sind da nur Franzosen? Ich gehe in mein FB-Profil und ändere meinen Wohnort von Paris auf London.

Die Klickerei auf ‘Nein’ verselbständigt sich schnell. Man läuft Gefahr pauschal alles wegzuklicken – zu ‘Swipen’ (Wischen), wie gestandene Nutzer das nennen. Möchte man das letzte Profil wieder aufrufen, so geht das nur mit ‘Tinder Plus’, was monatlich im Abo 19,99€ kosten soll. Zusätzlich lässt sich damit unabhängig vom aktuellen Standtpunkt weltweit nach ‘Matches’ suchen.

Samstag, Ausgehen mit Freunden im EastEnd. Gegen Ende des Abends mache ich die App an. Swipe, swipe, swipe – oh, endlich mal ein nettes Profil, der Mann gefällt mir. Es erscheint ein Pop-Up: ‘It’s a Match’! Er mag mich also auch. Schreibe ich oder warte ich? Es kommt eine Nachricht. Ich erfahre, dass er in der gleichen Gegend auch mit Freunden aus ist. Klingt unkomplizert. Wir trafen uns trotzdem nicht sofort. Dann wird es mir zu spät, die Spontanität ist vorbei. Den Rest meines Urlaubs haben wir noch Kontakt, aber ich entschließe mich, die verbleibende Zeit lieber mit meinen Freunden zu verbringen.

Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_2_72dpi‘Oops, Like’

‘Happn’
Diese Dating-App ist ähnlich wie Tinder. Mit dem Unterschied, dass man sich schon konkret über den Weg gelaufen ist und so unkompliziert erfahren kann, falls man sich gegenseitig mag. Als Extra-Service kann man ‘Charms’ verschicken, um so auf sich aufmerksam zu machen (für Männer kostenpflichtig). Wozu dann überhaupt eine App, wenn man sich ganz einfach anlächeln kann? Eine App für verpasste Chancen?!

http://www.youtube.com/watch?v=RVOAt7qCOeM?rel=0&w=640&h=360
‘Happn Tutorial’ (Video: Happn) 

Flirting in Paris
Wieder zurück in Paris. Ich bin auf einem Event, bei dem ich ohnehin schon viele Leute kenne. Wie gehabt flirte ich Vis-a-Vis, denn nichts geht über direkten Augenkontakt! Währenddessen frage ich mich, ob der, mit dem ich mich gerade angeregt unterhalte, auch auf den Apps ist. Außerdem wird mir klar, dass man uns eventuell beobachtet und was für ein Gossip dadurch entstehen mag. Die Apps erlauben somit eine willkommene Privatsphäre.

Auf dem Weg nach Hause mache ich beide an. Tatsächlich landet bei Happn ein bekanntes Gesicht auf meinem Screen. Ich überlege sehr lange, ob ich wirklich auf ‘Like’ klicken möchte. Beim Aussortieren komme ich aus Versehen auf den ‘Nein’ Button. Bei Happn kann man das glücklicherweise rückgängig machen und ich klicke schließlich auf ‘Like. Seitdem habe ich die App nicht wieder geöffnet und ergo keine Ahnung, ob es online ein ‘Match’ ist. Da wir uns sowieso schon persönlich kennen und mögen, hat das keine Eile. Doch irgendwie macht die Klickerei Spaß. Die Apps bleiben vorerst auf meinem Handy installiert.

Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_4_72dpi‘Flirting 2.0’

Vorsicht bitte. . .
Wer Geschmack am App-Dating gefunden hat sollte trotz Enthusiasmus nicht direkt seine Handy-Nummer rauszugeben. Wenn man sich dann tatsächlich mit einem ‘Match’ treffen möchte, raten Happn und Tinder zu einigen Vorsichtsmaßnahmen an. So lädt man offensichtlich niemanden direkt zu sich nach Hause ein oder trifft sich nächtens irgendwo am Stadtrand. Desweiteren sind viele gemeinsame Freunde sicher keine Garantie dafür, daß man der immer noch fremden Person vertrauen kann.

Also: Safety first, viel Spaß dabei und das Ganze nicht zu ernst nehmen:
http://www.youtube.com/watch?v=bLoRPielarA?rel=0&w=640&h=360
‘Tinderella – A Modern Fairytale’ (Video: College Humor) 

Mehr lesen

Dessous Diary on Tour: Britta auf den Spuren der Sommertrends in Paris

BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_1_72dpi

Eingang ‘Modecity’ (Photo: Gabriela)

Autorin Britta war auf der Dessous- und Bademoden Messe ‘Modecity’ in Paris zu Besuch um die Trends für den nächsten Sommer zu erkunden.

Sport, Sport, Sport
Diese Saison wurde schon im Vorfeld sehr unter dem Thema ‘Sport’ beworben. Klar, dass mich das besonders interessiert. Sport als Trend löst das seit 2007 noch immer sehr präsente Thema ‘erotische Lingerie’ ab. Die Catwalk-Shows waren sehr dynamisch und bei einer erinnerten Styling und Choreographie sehr an Crossfit-Bewegungen und Filme wie ‘Die Gebote von Panem’, TV-Shows wie ‘Game of Thrones’, ‘Spartacus’ und ‘Vikings’.

‘Mouv’Innovation’
Im Zentrum stand vor allem diese Konferenz zum Thema Sport und Medizin. Die geladenen Gäste aus Industrie und Handel präsentierten vorab erschreckende Zahlen zur Brustkrebs-Statistik (1 von 9 Frauen in Europa erkrankt). Weitere Zahlen illustrierten die mangelnde Aufklärung zu Sport-BHs, vor allem beim Laufen. Ohne den bewegt sich die Brust nämlich bis zu 9cm horizontal als auch vertikal und erhält Unmengen an Mikro-Schocks. Da es in dem Bereich keine Muskeln gibt sind die Schäden irreparabel. Für Turnschuhe gibt man gerne etwas mehr Geld aus und wechselt sie regelmäßig. Man kann sie sogar auf Running Apps wie Nike+ taggen und so kontrollieren, wieviele Kilometer bereits in den Sohlen stecken. Das möchte ich für meine Running-BHs auch haben!

Über mehr Aufklärungsbedarf waren sich alle einig. Man wünscht sich eine bessere Kommunikation und Präsentation der Sportwäsche. Im Handel bedeutet das: Raus aus den Schubladen, vorwärts in sportlich dekorierte Schaufenster. Worüber die Meinungen extrem auseinander gingen waren Technologie und Connectivity. Die einen betonten, das man sich an die Basics halten solle und setzen auf Komfort, Stützkraft der BHs und Feuchtigkeits-Transport der Materialien. Frauen seien nur wenig an Technik interessiert.

BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_2_72dpi
Moment mal! In der Lauf-Community sehe ich selten eine Frau, die keinen elektronischen Gegenstand mit sich trägt und an ihrer Performance interessiert ist. Auch wenn man sich nur mit sich selber messen möchte, Zahlen sind wichtig und irgendwann kennt jeder seine aktuelle VO2max. Die Tech-Firma Cityzen Sciences hat das gut verstanden und entwickelt für den Sport- und Medizin-Bereich Textilien, in denen Mikro-Empfänger/-Sender in die Stoff-Fasern integriert werden sollen. Der erste Prototyp wird ein T-Shirt (‘D-Shirt’) sein und reiht sich bei Produkten wie Fitness-Uhren und Aktivitäts-Armbändern ein. Irgendwann soll dann ein passender BH kommen. Yes, please!!

Berlei
Serena Williams schwört schon seit einem ganzen Jahrzent auf die Sport-BHs dieser australischen Marke. Für die Frühling-Sommer 2016 Kollektion ist sie offizielle Marken-Botschafterin und muss sicher nie wieder ihre Mutter zum Shoppen für BHs schicken.BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Berlei_72dpi
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Berlei_2_72dpiAm Stand von Berlei

Hier das Making-Of zum Shooting mit Serena:[youtube http://www.youtube.com/watch?v=uT8k62EHNQo?rel=0&w=640&h=360] Video: Berlei

Anita
Den sportlichen ‘AirControl’ gibt es nächsten Frühling in einer schönen Farb-Kombi aus pink mit grau (hatte ich mir das nicht vor kurzem gewünscht?!). Der leichte, luftige BH dieser Maximal Support Linie wiegt in Größe 75 A-C übrigens nur um die 50 gramm – der Wahnsinn! Passend zur Olympiade 2016 in Rio gibt es den ‘Extrem Control’ in grün, gelb, blau: BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_1_72dpiDéfilé ‘The Selection’

Diesmal habe ich mir auch die Alltags-BHs von Anita angesehen. Davon sind einige vom Schnitt ähnlich wie die Sport-Linie, was viel Komfort enspricht, mit schön breiten Trägern und U-Form im Rücken. Die Beachwear bietet enorm viel Auswahl. Sportliche Looks und süße Prints machen Lust auf den Sommer:
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_2_72dpiAm Stand von Anita

‘Limited Edition’
Bei den jungen Labels war sehr viele neues dabei, vor allem natürlich Beachwear. Von den Labels, die schon länger ausstellen, sind eigentlich nur Bordelle, Damaris/Mimi Holiday und Fleur of England auf der Messe geblieben. Denken da viele so wie ich und verfolgen ihre Marketing-Strategie abseits der Messen? Hier ein paar Highlights vom Spaziergang durch die ‘Limited Edition’ – Stände.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_AnitaActive_72dpi‘Modecity’

Harlow & Fox
Ein besonderes Highlight des luxuriösen Lingerie-Labels aus England ist diesmal ein traumhaft schönes, beige-grau schattiertes Print-Design mit Rosen. Weiche Seiden-Stoffe und schöne Spitzen bestimmen den Look des Labels, das auf BH-Größen von 65E bis 85H spezialisiert ist.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Harlow&Fox_2_72dpiAm Stand von Harlow & FoxBrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_Harlow&Fox_72dpiPhoto: Harlow & Fox

Mona Swims
Eine edle neue Beachwear Kollektion, die vor allem mit exklusiven Prints überzeugt. Die irische Designerin Carla lässt sich von Reptilien und einer mysteriösen Meereswelt inspirieren.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_MonaSwims_72dpiPhoto: Mona Swims

MajoRey
Coole Beachwear und kreative Dessous aus Urugay, gegründet 2006 von Maria José Rey. Dieses Jahr gibt sie ihr Modecity Debut. Produziert wird vor Ort in Montevideo mit einem Team von 5 Näherinnen.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_MajoRey_72dpiPhoto: MajoRey

Reset Priority
Aktuell zum ‘Talent d’Intima’ gekürt, wurde dieses Beachwear-Label 2013 von Ester Milano in Barcelona gegründet. Farbenfroh, mit graphischen Bändern, Schnür-Effekten und interessantem Gebrauch von Neopren und Samt hat die Kollektion eine große Auswahl an Mix & Match Bikinis und Badeanzügen.
BrittaUschkamp_DessousDiary_Modecity2015_ResetPriority_72dpiPhotos: Reset Priority

 

 

Mehr lesen

Partypuppen und Penislichter: Amorelie zeigt sich auf der Fashion Week Berlin

Marlene von Steenvag_Glas_Amorelie

Marlene von Steenvag_Glas_AmorelieWährend das Modevolk gen Brandenburger Tor pilgert, um im berühmten weißen Zelt die Schauen zu beäugen, hat sich Amorelie eine eher intimere Location für ihr Event ausgesucht. Ob der Online-Shop für Erotikartikel die Offshow-Area wegen des eher pikanten Themas wählte, oder um exklusiv zu bleiben, wurde nicht verraten. Wir tippen beides und haben uns in die Welt der Erotik geschlichen …

Mehr lesen

Mit Anita Active zur Finish-Line!

AnitaActive_DessousDiary_BrittaUschkamp_Marathon_72dpi

AnitaActive_DessousDiary_BrittaUschkamp_Marathon_72dpiAutorin Britta hat sicherlich so viele Sport-BHs wie schwarze Triangels in ihrer Wäschekommode. Warum? Britta läuft leidenschaftlich gerne Marathon. Den “Paris Marathon” in ihrer Heimatstadt nahm die Dessous-Designerin zum Anlass, den Anita Actice-Sport-BH “X-Back dynamiXstar” zu testen. Und die Bedingungen waren echt hardcore…

Mehr lesen