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Eine kleine Herausforderung ist es schon, die zehn besten Unterwäschemarken für Männer aus dem vielfältigen Angebot herauszufiltern. Welche Kriterien sollen als Wegweiser dienen, um sich durch das Baumwoll-Elastan-Dickicht der Fashion-Industrie zu wühlen, um für euch genau die Marken in die Top-Liga zu erheben?

Frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ hat sich SPRECHBLASE PR direkt an das starke Geschlecht gewendet und via Facebook zu einer Umfrage aufgerufen, die die Jungs mal dazu aufgefordert hat, die Hosen herunter zu lassen und Farbe bzw. Marke zu bekennen. Repräsentativ auf den Bundesdurchschnitt ist das Ergebnis sicher nicht, aber dennoch spiegelt es den aktuellen Geschmack von weit über 200 Männern im Alter von 18 bis 60 Jahren wieder. Ein bunter Underwear-Mix sozusagen mit vielen Bekannten. OK, Männer, dann mal die Hosen runter und zeigen, was da im Verborgenen schlummert.

 

  1. DIRK BIKKEMBERGS

Ein wenig enttäuscht war ich schon, dass einer meiner Favoriten es nur auf Platz 10 geschafft hat, aber gemessen an der Anzahl der Labels, die zur Auswahl standen, war das so gesehen wieder eine tolle Leistung. Das Label besticht durch eine exzellente Passform, sehr gute Verarbeitung und vor allem durch ein modernes, aber nicht zu auffälliges Design, das einem modernen Mann gerecht wird und ihn optimal verpackt.

  1. SCHIESSER

Dieses deutsche Traditionsunternehmen gilt als der Vorrreiter des Feinripp, welches 1923 auf den Markt kam und hatte in den letzten Jahren eine ziemliche Berg- und Talfahrt hingelegt. Nach 2009 erholte sich das Unternehmen nach und nach wieder. 2010 wurde die Insolvenz beendet und mit einem neuen Markenauftritt sowie einem überarbeiteten Firmenlogo ist das Unternehmen wieder ganz oben mit dabei.

#Summer is… Doing whatever you want. #HCoSummerIs

Ein von Hollister Co. (@hollisterco) gepostetes Foto am

 

  1. HOLLISTER

Ein kontroverses Label, wenn man der Presse glauben darf. Gehypt als eines der absoluten Jugend-Labels (gehört zu Abercrombie & Fitch) und gedacht für die sportiven und schönen Menschen, wie es gerne kommuniziert wurde. Das interessante Store-Konzept bietet eher gedämpftes Licht und coole Musik im Surfer-Style, doch sorgt die übermäßige Aromatisierung immer wieder für Atemnot bei mir. Und um ehrlich zu sein ist ein Label, dass Menschen ausschließt, leider nicht meins.

  1. TOMMY HILFIGER

Wer kennt sie nicht, die dreifarbige Optik, mit der dieses Label für einen perfekt koordinierten und einheitlichen Look in der Öffentlichkeit sorgt. Schöne Menschen im AMERICAN STYLE transportieren den American Way of Life bis ins letzte Wohnzimmer. Die Wäsche dieser Marke ist ebenso cool und lässig gehalten und verzichtet auf auffällige Designs und Looks – so wie die Marke an sich auch. Sie ist eben das Label, dass an die Hamptons, an Golf und Polo (den Sport, nicht die Marke) erinnert, eben klassisch-amerikanisch.

  1. AUSSIEBUM

Hallelujah, was für ein Augenschmaus! Rein optisch gesehen bietet das australische Label alles, was sich das Herz begehrt: Aktuelle Mode, aufwändige Designs und vor allem Models, bei denen man die Wäsche vergisst und der Mund offen stehen bleibt. Reine Taktik? Natürlich, denn nicht umsonst ist die Marke vor ein paar Jahren gerade in der Gay-Community das „Must have“ gewesen. So schnell der Hype kam, so schnell ging er auch leider wieder und ich kann auch verstehen warum. Auch wenn die Bilder perfekte inszenierte Beulen in Unterhosen, knackigste Kehrseiten und andere tolle Muskelpartien in den Fokus hebte – auch das beste Stück durfte gepusht werden – fehlt es der Marke ein wenig an Beständigkeit. Vor allem die Qualität und Passform hielt nicht mal eine Saison und ich muss gestehen, dass ich auch vom Marketing geblendet wurde, mich aber die schnell nachlassende Qualität eines besseren belehrt hat. Optisch top, aber schnell wird der Push-up-Trunk zum Wäschesack. Schade eigentlich.

 

  1. ADDICTED

Eigentlich gibt es zu diesem spanischen Label gar nicht viel mehr zu sagen, denn es bedient sich derselben Strategie wie unser Platz 06. Dieses Mal treten nur die heißen Spanier und Latinos auf den Plan und preisen heiße Hintern und sexy Design an. Klar, dass auch hier gepusht und gerückt werden darf und die Gays unserer Nation reihenweise „Hier“ schreien. Die Designs reichen von klassisch-sportlich bis extrovertiert heiß und in der Qualität ist ADDICTED seinem australischen Vorgänger eine Armlänge voraus, weswegen der 6. Platz durchaus gerechtfertigt ist.

Getting in the zone with a vibrant new pattern. #jockey #boxerbriefs #behindthescenes

Ein von Jockey (@jockey) gepostetes Foto am

  1. JOCKEY

Seit nunmehr 140 Jahren ist das amerikanische Traditionsunternehmen in insgesamt 140 Ländern vertreten und gilt seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als Erfinder der bekannten Unterhose (Brief). Das Unternehmen wurde von Andy Warhol geliebt, entwarf die Unterwäsche für den ersten Flug zum Mond und war auf dem Cover der Rolling Stones zu sehen, was will man also noch mehr? JOCKEY schafft es, klassische Produkte in Ripp und Co. perfekt mit seinen aktuellen Fashion Kollektionsn zu kombinieren und bietet für jeden Mann die passende Lösung für untendrunter. Ich persönlich freue mich sehr, dass JOCKEY es so weit im Ranking gebracht hat.


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  1. Bruno Banani

Seit 1993 feuert das Chemnitzer Unternehmen seinen Slogan „Not for everybody“ erfolgreich in die Menge. Nach unternehmenseigenen Aussagen lag bereits die Markenbekanntheit in der Bevölkerung nach 8 Jahren bei 27% und das will ich gerne glauben. Die Wäschedesigne reichen von klassischen, manchmal sogar konservativen Optiken bis hin zu modernen, auffälligen Produkten, die eine sehr breite Zielgruppe ansprechen. Ob Jung oder Alt hat sich dieses deutsche Unternehmen zu einer der Top-Player im Wäschemarkt gemausert und gehört deswegen schon in dieses Ranking.

https://www.brunobanani.com/de/

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Ein von HUGO BOSS (@hugoboss) gepostetes Foto am

  1. HUGO BOSS

Und wieder ein deutsches Unternehmen, dass es dieses Mal sogar bis auf Platz 2 geschafft hat. 1924 in Metzingen gegründet gehört HUGO BOSS zu den weltweit erfolgreichsten Modemarken, auch im Unterwäsche-Segment. Da liegt vor allem an der sehr guten Materiakombination, die perfekten Sitz in jeder Situation garantiert, dem markanten, aber zurückhaltenden Design und vor allem der Langlebigkeit. Denn sind wir mal ehrlich, wir Männer kaufen eh nicht häufig Wäsche und wenn, dann muss sie auch einiges aushalten können. HUGO BOSS überzeugt und gehört deswegen alleine schon auf diesen Platz.

Uih, jetzt geht es um die Krone der Unterwäsche, um den goldenen Waistband, um das Unternehmen, das scheinbar jeden Mann überzeugt, zumindest nach Umfrage und ich sage nur eines… die 90er Jahre, ein trainierter Sänger und ein lasziver Blick auf einem Schwarz-Weiß Motiv. Die Rede ist natürlich von Marky Mark und deswegen ist auf Platz 1…

  1. CALVIN KLEIN

Was macht dieses Label so besonders, was macht es zum Spitzenreiter in unserem Ranking? Das amerikanische Label wurde 1968 vom Designer Calvin Klein gegründet, wird aber seit 2003 nach der Übernahme von Phillips-Van Heusen ohne den Gründer weitergeführt. Das wusstet ihr nicht? Ich bis vor kurzem auch nicht. Wenn diese Marke von Anfang an eines konnte, dann war es auffallen, aber stets im positivem Sinne. Ob es die grandiose Marky Mark-Kampagne war oder das erste Unisex-Parfum der Welt – um Calvin Klein kam man nie herum. Omnipräsent wie die Luft ist dieses Label ein konstanter Teil unseres Lebens geworden. Und das nicht zu guter letzt natürlich vor allem durch die Wäsche, die qualitativ hochwertig, aber nie aufdringlich blieb. Zwar gab es die einen oder anderen Knallfarben, aber dann wurde das Design reduziert, so dass es nie einen Overkill gab. Ein wenig klassisch, ein wenig Trend und vor allem viel Qualität machen diese Marke bis heute zu einem Mega-Player der Branche und deswegen der verdiente erste Platz im Ranking.

Fazit: Nicht nur Frauen lieben schöne Wäsche

Tja, was bliebt mir noch zu sagen? Auch wenn es Statistiken gibt, die das eine oder andere Label nicht in der Top 10 sehen, bin ich sehr begeistert davon, wie gut die Männer mit der Vielfalt der Wäsche umgehen und sogar Markentreue zeigen. Denn glaubt man unserer Umfrage machen sie ihre Treue vom Design und der Qualität abhängig und bleiben bei einer Marke, wenn sie ihnen genau das liefert. Immerhin tendieren Männer nach wie vor eher zu Unifarben anstatt du schreienden Designs, die an explodierte Manga-Comics erinnern anstatt an eine Unterhose und suchen vor allem nach Qualität und Material aus. Was mich dann doch überrascht hat, was die Angabe, dass nur 3% ihre Wäsche von der Liebsten kaufen lassen, sondern lieber selbst im Store schauen und dort oder online kaufen. Die Selbstständigkeit der Männer scheint auf dem Vormarsch – Hurra!

Tags : bruno bananiCalvin KleinJockeyMännerMännerwäscheUnterwäsche
Stephan Burghardt

The author Stephan Burghardt

Stephan aus Hamburg führt eine PR-Agentur, die hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Mode und Accessoires betreut. Kein Wunder, dass er so ein herzlicher Frauenversteher ist, wenn er sich täglich mit Handtaschen, Strasskettchen, Düften und Haarstyling umgibt. Als der Hahn im Korb bei Dessous Diary weiß er natürlich genau, dass wir Frauen an unseren Partnern oder Lovern gerne etwas Schickes Drunter sehen möchten. In seinen Artikel versucht Stephan diesen Fakt der Männerwelt näherzubringen. Wir bekommen Danke-Emails – noch Fragen?!

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