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NÉNÉ feiert unkonventionelle Themen, amüsante Bildsprache, natürlich Sex und jetzt auch die erste Printausgabe! 260 prallgefüllte Seiten sind aktuell absolut heiß darauf, in den Druck zu gehen. Wieso das Erotikmagazin jetzt auch auf Papier setzt, nackte Frauen auch ohne Motorhaube funktionieren und was überhaupt NÉNÉ bedeutet – wir haben einmal bei den Mädels in Köln nachgehorscht.

(Foto: Sarah Bleszynski: http://www.nenemagazine.com/2015/10/27/sarah-bleszynski/)

NÉNÉ ist französisch und heißt so viel wie „Tittchen“. Es ist ein naiver kindlicher Begriff. Ein wenig so wie wir. Wir nehmen uns und das Thema nicht zu ernst und feiern einfach die Lust an Sex und nackter Haut. Ein Fokus von uns sind Fotostrecken und Arbeiten verschiedener Künstler, aber wir behandeln auch Themen wie „Sex in der digitalen Welt“ oder verschiedene erotische Fantasien. Das Magazin ist ein Herzensprojekt und ist vor über einem Jahr in der Uni in einem 24 Stunden-Workshop entstanden und bis heute geblieben.

Erotik. Gibt es die heute eigentlich noch?
Erotik ist unspeziell geworden. Man findet sie überall. Ob bei leicht bekleideten Mädchen von Germanys Next Topmodel oder in einer American Apparel Werbung. Das stumpft sicherlich ab, aber echte Erotik gibt es dadurch trotzdem noch. Und die kann auch beim Anlecken einer Briefmarke entstehen.Ihr sagt, das Einzige, das Ihr mit anderen Titten-Magazinen gemeinsam habt, sind die Titten – was macht Ihr anders als die anderen Erotikmagazine?
Wir haben einen hohen Anspruch an die Bildwelt unseres Magazins. Bei uns gibt es nur Frauen auf Motorhauben, wenn der Künstler glaubt es ging nicht anders – oder wenn es einfach wirklich geil aussieht! Nicht weil wir glauben heiße Motoren und nackte Frauen machen Männer scharf.

Verfolgt Ihr ein gesellschaftliches Ziel mit NÉNÉ?

Nein. Wir sind nicht politisch oder wollen die Gesellschaft bekehren. Wenn wir den Zugang zu Nacktheit und Sex öffnen, ist das natürlich ein schöner Nebeneffekt.

 

Wer liest NÉNÉ?

NÉNÉ ist für beide Geschlechter; egal ob hetero oder homo. Das Alter spielt weniger eine Rolle – sofern volljährig. Aber es sollte ein künstlerisches Interesse oder Gefallen vorhanden sein, da wir nicht mit stereotypischen Bildern oder Themen arbeiten.

NÉNÉ soll es bald auch als Printausgabe geben. Habt ihr aufgrund des digitalen Überangebots nicht Sorge, dass es sich nicht etabliert? Immerhin sind erotische Inhalte in nur wenigen Klicks abrufbar – auch bei NÉNÉ selbst.
Die Printausgabe ist eine Entscheidung, die wir bewusst treffen, weil wir uns des digitalen Überangebots bewusst sind und es für wichtig halten, dass unsere Leser NÉNÉ auch zu Hause auf dem Tisch, Schrank, Klo liegen haben. Dadurch, dass uns Bilder so viel bedeuten, möchten wir sie greifbarer machen und so ihren Wert hervorheben. Gedruckt wirken Inhalte einfach nachhaltiger und können sogar unsere Wohnung „schmücken“. Unser heimlicher Traum ist auch, dass mal jemand in der Bahn mit einer Ausgabe von NÉNÉ sitzt und liest.

(Foto: Sarah Bleszynski: http://www.nenemagazine.com/2015/10/27/sarah-bleszynski/) 

 

Erst kürzlich bewies eine Studie, dass “Sex sells” gar nicht mehr wirkt, da wir durch die Sexualisierung geradezu stumpf geworden sind. Wie seht Ihr das und welche neuen Impulse braucht die Erotik?

Ja, wir stumpfen ab und Erotik wird alltäglicher, aber „sex sells“ stirbt wohl nie aus, denn Sex und Erotik bleibt wohl immer eines der tiefsten Bedürfnisse der Gesellschaft.

Tags : BildspracheErotikErotikmagazinFotografieGesellschaftInterviewKölnKunstMagazinNénéPressePrint
Mary

The author Mary

Als freie Lifestyle-Journalistin hat Mary die neuesten Trends immer im Blick. Als „schreibfräulein“ führt sie ihr eigenes Redaktionsbüro und hat namhafte Kunden aus der Mode- und Lifestylebranche. Auch als bei Dessous Diary Autorennot herrschte, war Mary sofort zur Stelle – und blieb, denn sie fand schnell Gefallen an Seide, Spitze, Strass & Co. Da sie gerne auf Reisen ist, dabei sehenswerte Shops besucht und spannende Streetstyles beobachtet, ist sie die perfekte Trendreporterin, und stellt Euch all das vor, was ihr für Drunter nicht verpassen solltet.

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