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Nach langem Zögern hat Großstadt-Single Britta sich dem Online-Dating zugewandt und für Euch ein paar Apps getestet. Was dabei so alles passierte – oder nicht – erzählt sie Euch hier:

‘Tinder’
Meine bisherigen Erfahrungen mit Oline-Dating waren unspektakulär und fanden vor langer Zeit lustlos per Computer statt. Ich erinnere mich gut an einen ehemaligen Mitbewohner, der mir regelmäßig seine Auswahl auf ‘BigMuscleBears’ oder ‘GayRomeo’ zeigte. Von ‘Grindr’ hatte ich auch einiges gehört. Doch das ist alles ausschließlich für Männer und vorwiegend für ‘Booty-Calls’.

Durch einen Instagram-Zufall begann mein Interesse fürs Smartphone-Dating. Die Werbung schaut schonmal harmlos und charmant aus:

http://www.youtube.com/watch?v=zdef2anpd04?rel=0&w=640&h=360
‘Tinder Plus’ (Video: Tinder)

Tinder lässt sich ausschließlich über FaceBook nutzen. Doch ich erstelle mir nicht extra ein separates Profil, damit die Erfahrung möglichst authentisch wird. Von FB aus werden Vorname, Alter und Photos importiert. Ich suche einige Bilder aus und beschreibe mich in 5 Worten. Meinen Instagram Account füge ich nicht ein. Gemeinsame FaceBook-Likes und Freunde werden bei allen Profilen, die der Reihe nach auf dem Bildschirm erscheinen, mitangegeben. Das Gute ist, dass man erstmal anonym bleibt und sich nur bei gegenseitigem Interesse (‘Match’) kontaktieren kann. Wenn man nicht zurück-‘gelikt’ wird, sieht die andere Person nämlich gar nicht erst, dass man sie überhaupt ‘gelikt’ hat.
Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_3_72dpi‘Heart-Beats’

‘London Calling’
Zu Hause möchte ich Tinder nicht ausprobieren. Ein Kurztrip nach London steht an und die Situation scheint mir unvergleichbar relaxter. Vor Ort stelle ich die App auf einen 10km Radius ein. Das bedeutet, dass in diesem Umkreis alle möglichen Profile auftauchen. Mit der an sich perfekten Wlan-Verbindung funktioniert die App nicht. Ich mache das Roaming an und es klappt sofort. Die ersten Profilen interessiere mich gar nicht – und wieso sind da nur Franzosen? Ich gehe in mein FB-Profil und ändere meinen Wohnort von Paris auf London.

Die Klickerei auf ‘Nein’ verselbständigt sich schnell. Man läuft Gefahr pauschal alles wegzuklicken – zu ‘Swipen’ (Wischen), wie gestandene Nutzer das nennen. Möchte man das letzte Profil wieder aufrufen, so geht das nur mit ‘Tinder Plus’, was monatlich im Abo 19,99€ kosten soll. Zusätzlich lässt sich damit unabhängig vom aktuellen Standtpunkt weltweit nach ‘Matches’ suchen.

Samstag, Ausgehen mit Freunden im EastEnd. Gegen Ende des Abends mache ich die App an. Swipe, swipe, swipe – oh, endlich mal ein nettes Profil, der Mann gefällt mir. Es erscheint ein Pop-Up: ‘It’s a Match’! Er mag mich also auch. Schreibe ich oder warte ich? Es kommt eine Nachricht. Ich erfahre, dass er in der gleichen Gegend auch mit Freunden aus ist. Klingt unkomplizert. Wir trafen uns trotzdem nicht sofort. Dann wird es mir zu spät, die Spontanität ist vorbei. Den Rest meines Urlaubs haben wir noch Kontakt, aber ich entschließe mich, die verbleibende Zeit lieber mit meinen Freunden zu verbringen.

Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_2_72dpi‘Oops, Like’

‘Happn’
Diese Dating-App ist ähnlich wie Tinder. Mit dem Unterschied, dass man sich schon konkret über den Weg gelaufen ist und so unkompliziert erfahren kann, falls man sich gegenseitig mag. Als Extra-Service kann man ‘Charms’ verschicken, um so auf sich aufmerksam zu machen (für Männer kostenpflichtig). Wozu dann überhaupt eine App, wenn man sich ganz einfach anlächeln kann? Eine App für verpasste Chancen?!

http://www.youtube.com/watch?v=RVOAt7qCOeM?rel=0&w=640&h=360
‘Happn Tutorial’ (Video: Happn) 

Flirting in Paris
Wieder zurück in Paris. Ich bin auf einem Event, bei dem ich ohnehin schon viele Leute kenne. Wie gehabt flirte ich Vis-a-Vis, denn nichts geht über direkten Augenkontakt! Währenddessen frage ich mich, ob der, mit dem ich mich gerade angeregt unterhalte, auch auf den Apps ist. Außerdem wird mir klar, dass man uns eventuell beobachtet und was für ein Gossip dadurch entstehen mag. Die Apps erlauben somit eine willkommene Privatsphäre.

Auf dem Weg nach Hause mache ich beide an. Tatsächlich landet bei Happn ein bekanntes Gesicht auf meinem Screen. Ich überlege sehr lange, ob ich wirklich auf ‘Like’ klicken möchte. Beim Aussortieren komme ich aus Versehen auf den ‘Nein’ Button. Bei Happn kann man das glücklicherweise rückgängig machen und ich klicke schließlich auf ‘Like. Seitdem habe ich die App nicht wieder geöffnet und ergo keine Ahnung, ob es online ein ‘Match’ ist. Da wir uns sowieso schon persönlich kennen und mögen, hat das keine Eile. Doch irgendwie macht die Klickerei Spaß. Die Apps bleiben vorerst auf meinem Handy installiert.

Britta_Uschkamp_DessousDiary_Flirting_Tinder_Happn_4_72dpi‘Flirting 2.0’

Vorsicht bitte. . .
Wer Geschmack am App-Dating gefunden hat sollte trotz Enthusiasmus nicht direkt seine Handy-Nummer rauszugeben. Wenn man sich dann tatsächlich mit einem ‘Match’ treffen möchte, raten Happn und Tinder zu einigen Vorsichtsmaßnahmen an. So lädt man offensichtlich niemanden direkt zu sich nach Hause ein oder trifft sich nächtens irgendwo am Stadtrand. Desweiteren sind viele gemeinsame Freunde sicher keine Garantie dafür, daß man der immer noch fremden Person vertrauen kann.

Also: Safety first, viel Spaß dabei und das Ganze nicht zu ernst nehmen:
http://www.youtube.com/watch?v=bLoRPielarA?rel=0&w=640&h=360
‘Tinderella – A Modern Fairytale’ (Video: College Humor) 

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Britta Uschkamp

The author Britta Uschkamp

Wer Britta erreichen will, muss sich schon mal etwas gedulden, denn es kann gut sein, dass die Wahl-Pariserin gerade mal wieder Marathon läuft. Dass ist für die Lingerie-Designerin Hobby und Arbeit in einem – denn sie testet dabei schließlich die neuen Sport-BHs, um Euch davon zu berichten. Und wenn Britta nicht gerade mit ihrem adidas Team in Montmartre durch Paris läuft oder wunderbare Dessous kreiert, designt sie Webseiten oder postet für ihre Instagram Kunden (Oui, auch für uns!). Sie liebt es, um die Welt zu laufen/reisen, steht auf gesundes Essen und schaut liebend gerne US TV-Serien. Zur Hompage von Britta

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