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Dieses Mal wird es im wahrsten Sinne des Wortes anrüchig, aber ausnahmsweise mal nicht im negativen Sinne, sondern es geht um Düfte. Wie in so vielen anderen Lebenslagen hat das sogenannte „starke“ Geschlecht auch hier ein wenig Nachholbedarf, wenn es um die Handhabung und Dosierung geht. (Foto: Hunkemöller)

Oder mal ehrlich, findet ihr es toll, wenn ihr einen kernigen Typen seht und beim näheren ranschnuppern sticht ein schwerer, süßlicher Geruch in die Nase, der eher in den Augen brennt, als dass er eine anziehende Wirkung hat? Düfte sollen den Typ eines Mannes unterstreichen, seine Persönlichkeit untermalen und sich für den oder die Gegenüber angenehm in den Sinnen einnisten. Klappt bei vielen Männern schon sehr gut, aber leider gibt es immer noch ein paar Probleme. Vielleicht kann ich mit ein paar Tipps dazu beitragen, damit es noch besser läuft und er sich nicht in einer Duftwolke bis zur Unkenntlichkeit einnebelt, in der Hoffnung den Duft so haltbarer für den Tag zu machen. Schauen wir mal.

Wie mache ich den Duft haltbarer?

Ein großes Problem stellt immer die Haltbarkeit von Düften dar. Männer funktionieren da nicht wie Frauen, die gerne mal ihre Lieblingsparfum in der Handtasche dabei haben und bei Bedarf den einen oder anderen Spritzer ganz dezent einsetzen. Männer wollen am liebsten einmal am Tag auftragen und das war es dann auch. Nun ist aber jeder Typ Mann unterschiedlich, denn nicht jede Haut ist von Natur aus ein guter Duftträger. Grundsätzlich gilt. Je höher die Konzentration an Duftölen, desto intensiver wird er. Parfümierte Deos, Bodylotions oder After Shaves haben immer eine geringere Konzentration dieser Öle und können gerne in geringen Mengen unterstützend eingesetzt werden. Am besten eignet sich das klassische Eau de Toilette oder das Eau de Cologne. Welcher Duft am besten und längsten hält, dafür gibt es kein Geheimrezept, es heißt nur, auf in die Parfümerie und selbst ausprobieren. Aber nicht mehr als drei Düfte auf einmal, denn mehr kann die Nase nicht aufnehmen und ihr wollte doch nicht riechen wie eine alternde Gassendirne auf ihrem letzten Weg, oder?

Mein Tipp für eine längere Haltbarkeit: Haare sind sehr gute Duftträger, also am besten morgens direkt nach dem duschen und eincremen ein paar Spritzer auf den Haaransatz im Nacken und auf die Brust – sofern Haare vorhanden. Der Aberglaube, das teure Wässerchen auf die Kleidung zu sprühen ist unwahr und bringt nur unschöne Flecken auf dem teuren Hemd. Viele Marken bieten ihren Duft auch in kleinen Versionen an. Diese eignen sich wunderbar für die Tasche und für unterwegs, denn Düfte verfliegen ca. nach vier bis fünf Stunden – also wird das Nachlegen wohl zu eurer neuesten Pflicht, meine Herren.

Und wie viel Duft ist angenehm für den oder die Gegenüber?

Über eines dürften wir uns alle einig sein: Massive Duftwolken können ein Gespräch schier unerträglich machen. So schnell kann man gar nicht nach dem Notausgang schauen oder eine Ausrede erfinden, um ganz schnell weg zu müssen. Es gibt Experten die als Faustregel angeben, dass ein Duft bis zu einer Armlänge um den Körper herum wahrnehmbar sein sollte. OK, aber wie soll das gehen, wenn man morgens alleine im Bad ist? Natürlich ist das auch anhängig davon, wie intensiv die Duftnuance ist. Leichte, sommerliche Düfte werden nicht so stark wahrgenommen wie holzige und würzige Kompositionen. Hier muss man dann einfach mal den Selbstversuch wagen oder die Liebste zur Hilfe holen. Aber maximal drei bis fünf Sprühstöße sollten ausreichen. Aber Obacht, denn bei regelmäßiger Anwendung desselben Duftes neigt man zur Überdosierung, weil man selbst den Duft nicht mehr wahrnimmt. Die Nase gewöhnt sich daran. Also Abwechslung wäre auch hier willkommen. Gerade im Sommer sollten Düfte eh spartanischer eingesetzt werden. Bei Sonneneinstrahlung wird mehr Hautfett erzeugt, dass den Duft intensiver wirken lässt. Manchmal reicht bei Wärme auch ein geringer dosiertes Deo oder eine Bodylotion – ja, und auch die gibt es vom Lieblingsduft schon. Viele Designer haben das erkannt und bieten spezielle „Summer Editions“ ihrer Düfte an, die weniger Öle enthalten und leichter auf der Haut wirken. Ganz besondere Klassiker sind hier „Jil Sander Sun Men“, „CK One Summer“ oder auch die Sport-Editionen von bekannten Düften, wie „Hugo Boss in Motion“, „Hugo Boss Bottled Sport“, „Kenzo Homme Sport“ oder „Issey Miake – L’eau d’issey Sport“. Zu meinen persönlichen Lieblingen im Sommer zählen die Düfte von „Acqua di Parma“ – leicht, maskulin und dennoch frisch.

Welcher Duft kommt beim anderen Geschlecht am besten an?

Die Frage aller Fragen, die sich Männer sicher gerne stellen: Gibt es einen Duft, mit dem ich bei der Herzdame landen kann – gerne auch langfristig und nicht nur einmalig in der Horizontalen?

Ja, den gibt es… sicher, irgendwo. Aber mal ernsthaft, wenn es so einfach wäre den Duft zu kreieren, um DIE Frau an den Haken zu bekommen, hätte das nicht schon jemand gemacht?

Düfte sollen euren Typ unterstreichen, meine Herren, und ihn nicht vernebeln, verfälschen oder maskieren. Es gibt sicher den Duft oder die Düfte, bei denen man sagt: Das bin ich oder so sehe ich mich. Ihr kommt also um das rumprobieren nicht drum herum. Und das Shoppen auch ganz spaßig sein kann liegt nur an euch. Während des Bummels einfach ein Zwischenstopp für ein Bier oder einem Besuch im Elektrofachmarkt seines Vertrauens machen und schon wird die Suche angenehmer. Aber merke, man trifft mehr attraktive Frauen in der Parfümerie als im Baumarkt – ist einfach so.

Meine Lieblingsdüfte? OK, da gibt es tatsächlich ein paar:

  • L’eau par von Kenzo – Sommerlich, frisch
  • Acqua di Parma – Blu Mediterraneo Mandorlo die Sicilia – Emotionaler Duft
  • Bleu de Chanel – Mein Business-Klassiker
  • Giorgio Armani – Mania – den liebe ich schon seit fast 10 Jahren
  • Victor & Rolf – Spicebomb – nichts für den Sommer, aber WOW
  • Calvin Klein – Euphoria Men – ein Klassiker für den Alltag

 Gerade für Dessous Diary getestet und für „gut“ befunden: Private Klub von Karl Lagerfeld – entspannter, unaufdringlicher Duft für moderne Businessmänner mit leicht süßlicher Unternote.  Absoluter NoGo-Duft: Fahrenheit – sorry, aber dieser Duft wäre mein Scheidungsgrund.

In diesem Sinne einen duften Sommer.

Tags : BeautyMännerMännerbeautyMännerduftMännerparfumParfüm
Stephan Burghardt

The author Stephan Burghardt

Stephan aus Hamburg führt eine PR-Agentur, die hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Mode und Accessoires betreut. Kein Wunder, dass er so ein herzlicher Frauenversteher ist, wenn er sich täglich mit Handtaschen, Strasskettchen, Düften und Haarstyling umgibt. Als der Hahn im Korb bei Dessous Diary weiß er natürlich genau, dass wir Frauen an unseren Partnern oder Lovern gerne etwas Schickes Drunter sehen möchten. In seinen Artikel versucht Stephan diesen Fakt der Männerwelt näherzubringen. Wir bekommen Danke-Emails – noch Fragen?!

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