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Ok, ich gebe es ja zu: ich bin kein Freund von Nachtwäsche und es gibt selten einen Pyjama, von dem ich sage, dass er gut aussieht. Wenn es um die Nacht geht halte ich es eher praktisch mit T-Shirt und Trunk, sehr zum Leidwesen meines Gatten. Ob es dann eine so gute Idee war, mich eine Marke testen zu lassen, die „Performance Sleepwear“ produziert, was immer das heißen mag? Auf jeden Fall ist es eine Herausforderung, die ich nur zu gerne angenommen habe.

ThirdOfLife_AVIOR_Men_long_RGB_72dpi„Third of Life“ ist eine wertige Marke aus München, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Schlaf mittels modernster Materialien und Produktionstechnologien zu optimieren. Klingt für mich auf den ersten Blick nach einer Fusion aus Schlafanzug trifft Raumschiff Enterprise, doch was sich im Sportbereich in den letzten Jahren durchgesetzt hat, kann durchaus auch für den Schlaf hilfreich sein, denn alleine im Schlaf schwitzen wir gerne – und nicht wenig – und da braucht es ein gutes Basismaterial, um nicht auf einem feuchten Bettlaken zu nächtigen.

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Der erste Eindruck

Optisch kommt die Verpackung sehr schlicht, schon fast kühl rüber. Frei nach dem Motto „keep it simple“ mit grau-silbernem Karton und dunkelblauer Schrift präsentieren sich beim Öffnen gleich die Produktfeatures, wie „Besseres Wärmemanagement“, „Optimales Feuchtigkeistmanagement“, „Bewegungsfreiheit durch idealen Schnitt“, „Ideale Druckverteilung“ und „Extrem hoher Tragekomfort“. Ich bin gespannt.

Die Modelle haben tatsächlich etwas als habe sich der gute alte Schlafanzug mit der angesagten Compression Wear aus dem Sportbereich gepaart, wobei das hellblau des Oberteils etwas frostig rüber kommt und ein wenig altmodisch wirkt, wie auch die dunkelblaue Hose dazu. Kommentar meines Mannes: „Sieht etwas aus wie Captain Kirk aus der alten Serie“. Ich muss ihm recht geben und auch die Längen sind nicht ganz optimal, denn als schlanker, großer Mann wäre eine Größe mehr schon wieder zu weit, aber wenn es an den Bündchen passt, dann ist das Bein ein wenig zu kurz.

Aber es geht jetzt nicht nur um die Optik, wobei diese auch beim Schlafen stimmen sollte, wenn man nicht alleine im Bett liegt, sondern ich möchte wissen, was diese Marke alles kann. Und als dauerschwitzender Schläfer, der manchmal wenig Ruhe findet, kann sie jetzt mal zeigen, was sie drauf hat.

Die erste Nacht

Angezogen sind – wie gesagt – ein paar Makel am Schnitt und den Längen, aber dafür ist das Material super angenehm. Zwar könnte es noch etwas besser anliegen, denn während es im Hüftbereich und an den Armen sehr angenehm ist, müsste ich am Bauch noch zulegen, damit es nicht schlabbert. Aber das Material erntet Pluspunkte, denn es ist weich, angenehm leicht und locker und hat diesen „Reinsteigen-und-wohlfühlen“-Effekt. Bei mir als Nachtwäsche-Muffel ein wirklicher Erfolg. Also rein ins Bett, TV an, Sleeptimer gestellt und „Gute Nacht“.

Manche werden morgens vom Wecker geweckt, meine beiden Wecker haben jeweils vier Pfoten und lassen keinen Zweifel daran, dass es Zeit zum Aufstehen ist. Doch Moment, da war doch was…. Lassen wir mal die Nacht Revue passieren. Ich habe gut geschlafen und bin nicht ein einziges Mal aufgewacht, weil mir zu warm oder zu kalt war. Das Kopfkissen ist auch nicht so verschwitzt wie es sonst morgens immer der Fall war.

Das Wärme- und Feuchtigkeitsmanagement scheint also zu funktionieren, denn weder mein Bettzeug noch Oberteil oder Hose fühlen sich verschwitzt an. Bingo!
Doch da war noch die Bewegungsfreiheit, die man abklopfen muss. Auch da habe ich nichts auszusetzen, ich wurde weder eingeengt noch lag ich in einem faltigen Oberteil, also auch hier einen Pluspunkt. Die Funktionalität von „Third of Life“ hat mich überzeugt.

Meine einzigen Kritikpunkte liegt im Schnitt, denn für „Slim“ war es mir im Bauchbereich ein wenig zu locker, zudem waren mir die Beine definitiv zu kurz und im Design würde ich mir ein bisschen moderne Farben wünschen, die nicht wie eine Leuchtreklame wirken sollen, aber modern, frisch und jung rüber kommen. Mit der Kernaussage „Performance Sleepwear“ wird eine recht moderne, aufgeschlossene und junge Käuferschicht angesprochen, was sich im Design nicht so ganz widerspiegelt.

Ein Blick auf die Website der Marke lässt mich schon erahnen, dass diese Modelle keine 2,50,- kosten, aber ich halte es nach dem Motto: gute Qualität muss auch bezahlt werden. Und so ist man mit knapp € 70,- für das Langarm-Shirt und knapp € 60,- für die lange Schlafhose dabei, was ich mehr als akzeptabel finde.

Zumindest hat mein Mann seinen Willen bekommen und ich schlafe [vorerst] nicht mehr in Shirt und Unterbuxe, sondern habe mein „Third of Life“ gefunden.

Tags : MännerwäscheNachtwäscheReviewTestThird of Life
Stephan Burghardt

The author Stephan Burghardt

Stephan aus Hamburg führt eine PR-Agentur, die hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Mode und Accessoires betreut. Kein Wunder, dass er so ein herzlicher Frauenversteher ist, wenn er sich täglich mit Handtaschen, Strasskettchen, Düften und Haarstyling umgibt. Als der Hahn im Korb bei Dessous Diary weiß er natürlich genau, dass wir Frauen an unseren Partnern oder Lovern gerne etwas Schickes Drunter sehen möchten. In seinen Artikel versucht Stephan diesen Fakt der Männerwelt näherzubringen. Wir bekommen Danke-Emails – noch Fragen?!

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