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Supermodel Lily Cole: “Erst die Passform, dann die Optik”

Lily Cole für Triumph
Lily Cole für Triumph, fotografiert von Ellen von Unwerth
Lily Cole für Triumph, fotografiert von Ellen von Unwerth

Sie läuft über die internationalen Catwalks, ziert die Cover der renommierten Modemagazine und  hat sich als Schauspielerin einen Namen gemacht: Die 25-jährige Britin Lily Cole. Durch ihre rote Lockenmähne und das puppige Gesicht ist sie unverkennbar; ihre bodenständige Art und realistische Sicht auf die Modewelt machen sie zu einer geschätzten Interviewpartnerin. Vielleicht sind das auch die Gründe gewesen, warum der Wäschehersteller Triumph das Model im Sommer für die Jury beim Triumph Inspiration Award (TIA) engagierte; und gleichzeitig von der deutschen Modefotografin Ellen von Unwerth für die Werbekampagen zum TIA ablichten ließ. Im Kurzinterview verrät Lily Cole, worauf sie bei Wäsche besonderen Wert legt.

Lily, die Rolle der Frau ist eng verknüpft mit dem Design ihrer Wäsche. Wie hat sich das Frauenbild aus deiner Sicht in den letzten Jahrzehnten verändert?

Das ist eine sehr komplexe Frage, die ich nur grob beantworten kann. Die Veränderungen waren natürlich dramatisch. Die Frauen mussten hart für ihre Rechte kämpfen und dieser Kampf ist noch lange nicht zu Ende – in manchen Ländern beginnt er gerade erst. Ich bin 1987 geboren und fühle mich sehr unabhängig und sehe meine Weiblichkeit als Stärke, sie hindert mich an nichts. Dieser soziale Wandel ist großartig!

Veränderungen in der Gesellschaft werden oft bei der Mode sichtbar. Bestes Beispiel dafür ist wohl der Minirock. Konntest du beim TIA Wäschemodelle entdecken, die dich mit einem neuen Stil überrrascht haben?

Ich denke, dass Komfort und Passform bei der Unterwäsche sehr wichtig sind. Danach habe ich erst die Optik bewertet und einiges entdeckt, was ich selbst gerne tragen würde. Die Kreationen waren teils mutig, provokativ aber stets stilvoll und stark. So sehe ich die Frau von heute.

Die Unterwäsche sehen die meisten Menschen nicht an ihrem Gegenüber. Nur man selbst weiß, was man drunter trägt. Legst du Wert auf schöne Dessous?

Ja! Ich finde es schön, zu wissen, dass nur ich weíß, was ich trage. Das hat etwas Intimes und Geheimnisvolles. Ich trage gerne tolle Wäsche.

Du trägst auf dem Kampagnenfoto das Gewinnermodell des letzten TIA. Was denkst du über die Kreation?

Das Design des bulgarischen Studenten Nikolay Bozhilov ist super. Es ist tragbar und außergewöhnlich.

 Die deutsche Fotografin Ellen von Unwerth hat dich für die TIA-Kampagne fotografiert. Wie war eure Zusammenarbeit?

Ich liebe es, mit Ellen zu arbeiten. Sie ist lustig und professionell – wir haben schnell das erreicht, was wir wollten und hatten dabei viel Spaß. Ich habe mich nicht entblößt gefühle, obwohl ich in Unterwäsche da stand. Ein gutes Gefühl!

Lea Becker

The author Lea Becker

Die Journalistin und PR-Beraterin aus dem Rheinland hat ihr Hobby – das Schreiben - und ihre Leidenschaft – Mode und Beauty – zum Beruf gemacht. Lea ist seit über zehn Jahren freiberufliche Redakteurin u.a. auch bei einem Wäsche-Fachmagazin und kennt sich in Sachen „Drunter“ super gut aus. Welche Boutique verkauft Erotisches? Wo gibt es handgemachte BHs? Welche Marken fertigen mit Bio-Baumwolle? Und was ist ein Abstandsgewirk? Unsere Chefredakteurin kennt die Antwort und möchte sie mit Euch teilen. Bei Dessous Diary ist die Mädchen für Alles und hat immer ein offenes Email-Postfach für Eure Fragen, Wünsche und Anregungen. Zur Homepage von Lea Becker

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