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Erotische Boutique
Bilder aus der Boutique la coquetteNach “Shades of Grey” hat sich das Verhältnis vieler Frauen zu ihrer Sexualität verändert. Es ist ein wenig so, wie damals, zu den Zeiten von “Sex and the City”. Alle redeten über Sex. Jetzt sprechen Freundinnen untereinander über Soft-Bondage, Fesselspiele und das passende Zubehör für solche erotischen Abenteuer. Diese neue Offenheit führt Frauen jeden Alters in stilvolle Erotikboutiquen, wo sie Dessous und Spielzeug für sinnliche Stunden finden – und auch ein paar praktische Tipps von einer netten Verkäuferin. Dessous Diary stellt in einer drei-teiligen Serie die schönsten Erotikboutiquen in Deutschland, Schweiz und Österreich vor. Heute: Teil 1. Foto der Boutique LiebhabereienLiebhabereien in Hannover: Für jeden etwas Erotisches
Als Gundula Schildhauer im September 2003 ihre Erotik-Boutique „Liebhabereien“ in Hannover eröffnete, gab es deutschlandweit nur fünf Geschäfte mit ähnlicher Ausrichtung – in Hannover keines. Das machte sich die engagierte Dessousliebhaberin zu nutze: Nun ist Liebhabereien Anlaufstelle für Kundinnen, die nach Dessous, Korsetts und Liebesspielzeug suchen. Gundula Schildhauer bietet Labels wie Marlies Dekkers, Axami, Aubade und Implicite für modische Frauen an. Toys und Kosmetika kommen von bekannten Topmarken wie Sinfive, Fun Factory, Faire Hommage und Bijoux indiscrets  – alle bekannt für ein ästhetisches Design und niveauvolle Optik.  „Zu uns trauen sich die Frauen“, sagt sie und das liegt daran, dass die Atmosphäre entspannt, locker und völlig pornografiefrei ist. Um Frauen anzulocken, ist besonders das Schaufenster und dessen Dekoration bedeutend: „Das Schaufenster ist die Visitenkarte – es muss Interesse wecken und neugierig machen“. Mein Tipp: Die edlen Korsagen von Revanche de la femme aus Berlin!er Boutique my little secrets My little Secrets in Braunschweig: Edle Erotik und verführerische Dessous
Bei „my little Secrets – Die Boutique für Sinnliches“ in Braunschweig regiert Frauenpower: Inhaberin Jessica Böthführ und ihre Mutter Birgit Sölig arbeiten seit vier Jahren gemeinsam in der Erotikboutique. Dabei legen sowohl die 32-jährige Geschäftsführerin und ihre 52-jährige Mutter wert auf eine ehrliche, kompetente und kritische Beratung: „Wir sagen den Kundinnen, wenn ein Dessous nicht vorteilhaft für sie ist“, erklärt mir Jessica Böthführ am Telefon und betont: „Es geht bei uns nicht um normale Alltagswäsche, sondern um ‚Angriffswäsche’ und deren schönste Inszenierung.“ Sie selbst kam über Dildo-Parties, die ihr Studium finanzierten, auf die Idee, eine stilvolle Erotikboutique zu eröffnen. Ihr Ziel: Raum für die schönste Nebensache der Welt zu schaffen. „Das Wichtigste ist das Ambiente. Es muss klar strukturiert, einladend, freundlich und hell sein“, sagt sie. Der Erotik-Toy-Bereich mit Marken wie Fun Factory, Lelo und Jimmyjane ist von den schönen Dessous (u. a. Maison Close, von Follies by Dita von Teese, Escora)  getrennt, damit sich die Kundinnen nicht überrumpelt fühlen. Um auf ihr Geschäft in Stadt und Umgebung aufmerksam zu machen, setzt Böthführ auf attraktive Marketing-Aktionen: High Heel-Training, Dessous-Shows, Workshops und erotische Lesungen sind feste Eventtermine im Kalender.

Bilder aus der Boutique la coquette

La Coquette: in Osnabrück
Liebe, Ekstase, Lust und Erfüllung – diese Worte hat Silke Wehmeier an die Wand ihrer Boutique „La Coquette“ in Osnabrück schreiben lassen. Hier geht es um Sinnlichkeit, Wertigkeit, Frausein und Respekt – das möchte Silke Wehmeier ihren Kunden vermitteln. Es gelingt ihr mit einem cleanen und schicken Ambiente, erotischen Dessous und Retro-Lingerie sowie mit Toys und Accessoires wie Federn und Peitschen. Seit „Shades of Grey“ verkauft die supernette Inhaberin häufiger Federn und Fesseln. Der Grund dafür: Die Frauen sind deutlich offener für Neues und reden befreiter über ihre sexuellen Wünsche. „Das Verkaufen von Vibratoren ist nur das Oberflächliche“, sagt die Inhaberin und betont: „Frauen, die zu mir kommen, fragen mich sehr intime Dinge und brauchen manchmal ein paar warme Worte für die Seele.“

G.29 in Crailsheim

G.29 in Crailsheim: Künstlerisch im Loft
Ehrlichkeit, Diskretion, Souveränität und Begeisterung – das macht für das Inhaber-Duo Jutta und Rolf Hohenstein eine gute Beratung aus. Und auf die kommt es in der stylischen Erotik-Boutique „G.29“ (abgeleitet von Gaildorfer Str. 29) in Crailsheim an. Denn wer in dem ehemaligen nostalgischen Nähsaal shoppt, sucht besondere Produkte mit Erklärungsbedarf. Bei G.29 finden lustvolle Ästheten seit September 2013 Toys von Toplabels, stilvolle Aktkunst und Fetisch-Mode vom hauseigenen Label Benno von Stein sowie Dessous und sinnliches Interieur. „Zu uns kann jeder kommen – Mann oder Frau und auch Paare. Die Mischung aus Lifestyle, Erotik, Mode und Kunst wirkt einladend. Das macht die Kunden neugierig“, sagt Rolf Hohenstein.

Sinn und SinnlichkeitSinn & Sinnlichkeit in Salzburg: Neue Anregungen gegen ein langweiliges Liebesleben
Als ausgebildete Sexual- und Paarberaterin eröffnete Andrea Stark 2010 in Salzburg die Boutique „Sinn und Sinnlichkeit“. In intimer Atmosphäre begleitet sie Frauen dabei, den eigenen Körper, ihre Sinnlichkeit und erotischen Fantasien zu entdecken. „Stilvolle Accessoires können einen spielerischen Zugang schaffen“, sagt Andrea Stark und erklärt: „Frauen schätzen erotische Toys, die nicht zu offensichtlich und plump daherkommen. Sie müssen attraktiv aussehen und sich gut anfühlen“.  Zusätzlich zu Dessous findet ihr bei Sinn & Sinnlichkeit eine Menge Literatur: Inspirierend und fachlich…sensuelle

Sensuelle in Zürich: Mitarbeiterinnen berichten von eigenen Erfahrungen mit Dessous & Toys
Bevor „Sensuelle“ 2005 in Zürich eröffnete, gab es dort entweder das klassische Lingerie-Fachgeschäft oder den typischen Erotikshop, der eher Männer anspricht und Frauen abschreckt. Sonja Borner fand mit ihrer erotischen Boutique, deren Kernzielgruppe Frauen sind, einen sinnlichen Kompromiss. Um die Erotik-Accessoires und Dessous individuell zu präsentieren, verzichtet Sensuelle komplett auf Bild-/Werbematerial von Dessous-Herstellern: „Wir haben unsere eigene Bilderwelt. Wenn uns eine Verpackung nicht gefällt, dann kommt das Produkt nicht ins Sortiment.“ Ebenso konsequent ist die Inhaberin auch bei der Auswahl der Dessous (Mimi Holliday, Marjolaine, Chantelle, Maison Close). „Die Wäsche soll hochwertig sein – und kein Set, das frau nur einmal tragen kann.“ Bei der Beratung hat die Inhaberin die Erfahrung gemacht, dass die direkte Ansprache bei Kundinnen gut ankommen. Denn oftmals kommen sie nicht wegen eines neuen BHs, sondern haben viel intimere Anliegen wie z. B. wieder frischen Wind in das eigene Liebesleben zu bringen oder sich nach einer Schwangerschaft wieder sexy zu fühlen. Bei den erotischen Accessoires ist Kompetenz ebenso wichtig: „Wir legen wert darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen die Produkte selbst tragen und auch ausprobieren“.

Tags : ErotikErotische DessousShoppingStores
Lea Becker

The author Lea Becker

Die Journalistin aus dem Rheinland hat ihr Hobby – das Schreiben -und ihre Leidenschaft – Mode und Beauty – zum Beruf gemacht. Lea ist seit vielen Jahren Redakteurin bei einem Fachmagazin der Bodywearbranche und kennt sich in Sachen „Drunter“ bestens aus. Welche Boutique verkauft Erotisches? Wo gibt es handgemachte BHs? Welche Marken fertigen mit Bio-Baumwolle? Und was ist ein Abstandsgewirk? Lea kennt die Antwort und will sie mit ihren Leserinnen teilen. Bei Dessous Diary koordiniert sie ihre engagiertes und manchmal vor Energie überschäumendes Autorenteam und schreibt Artikel zu Servicethemen und interviewt interessante Leute, von denen Sie glaubt, das sie das Leben von Frauen ein bisschen besser machen. Speckröllchen und Cellulite nimmt sie dabei gerne mal den Schrecken. Zur Homepage von Lea Becker

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