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The-Dressman-Dessous-Diary-Britta-Uschkamp-0Maxime Barchand (Photo: The Dressman)

„Wir atmen, wir essen und wir haben Sex, also sollten wir all dies jeden Tag genießen“. Mit diesem Savoir-Vivre gibt Maxime Barchand alias ‘The Dressman’ Workshops und Beratung für eine erfüllte Sexualität. Ab Dezember wird er Euch bei uns zu allen Erotik-Fragen Rede und Antwort stehen. Neugierig? Britta hat sich mit Maxime unterhalten und stellt Euch den kosmopoliten Gentleman hier vor:


Kosmopolit
Ursprünglich in Frankreich aufgewachsen ist Maxime Barchand in Düsseldorf zur Schule gegangen. Nach dem Abitur begab er sich direkt auf Weltreise, um weltweit von Experten die verschiedensten Sexual-Techniken zu erlernen. Insgesamt hat er alle Kontinente gesehen und um die 160 Länder besucht bevor er zurück nach Deutschland kam und sich 2014 mit Mitte 30 in München niedergelassen hat.

Seine erste Station auf der langen Tour waren die USA. In New York begann er als High-Class-Escort zu arbeiten, hauptsächlich mit dem Interesse, Frauen besser kennenzulernen. Welches letztlich ideales Fundament für seinen heutigen Beruf als Sexual-Ratgeber bildet. Denn seine Escort-Arbeit bestand mit 95% fast ausschließlich aus Zuhören.

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Wieso nennst Du Dich ‘The Dressman’?
Dieser Begriff existiert schon lange um männliche Models zu bezeichnen, ist allerdings aus dem alltäglichen Gebrauch veschwunden. Mir gefällt vor allem die Kombination aus ‘Dress’ und ‘Man’. ‘Dress’ steht für gute Kleidung und Solidität. Das entspricht somit dem Ideal eines weltgewandten, eleganten Gentleman, der die an ihn gerichteten Erwartungen erfüllt. Meine Klienten müssen vom ersten Eindruck an Vertrauen in mich haben. Visuelle Präsentation als auch Wortwahl in der Kommunikation sind dabei sehr wichtig.
Während meiner Zeit im Ausland wurde ich schon lange ‘The Dressman’ genannt, die Entwicklung zum Markennamen war fließend. Offiziell nutze ich ‘The Dressman’ ab 2015 als Marke.

L.A., Japan, Afrika. . . erzähl uns von ein paar besonderen Erfahrungen!
West-Afrika war sicher eines der spannensten Erlebnisse. Obwohl mein Reiseziel von der deutschen Botschaft als zu risikoreich eingestuft wurde, bin ich dennoch hingeflogen. Vor Ort habe ich die 100 Jahre alte Kunst des Kunyaza (AdM: weibliche Ejakulation/’Squirting’) erlernt. Das schwierigste der Reise war sicher der Mangel an westlichem Komfort. Weitab von Luxus und Sicherheit habe ich drei Wochen in einem Zelt gewohnt. Dadurch ergab sich allerdings das perfekte Umfeld. Ich wurde von den Menschen, welche mich gelehrt haben, als einer der ihren akzeptiert. Außerdem bekam ich so ein besseres Verständnis des Kunyazas an sich, da sowohl Lebensumstände als auch die gesamte Kultur den Kontext für diese sexuelle Technik bilden.

Ein Basis-Wissen der japanischen Bondage-Kunst hätte ich sicher an vielen Orten lernen können. Doch auch hier war es mir sehr wichtig jegliche Entwurzelung zu vermeiden und direkt im Zentrum von den besten Experten zu lernen. In Tokio habe ich somit 6 Monate lang verbracht. Bondage ist mittlerweile sehr bekannt, doch die richtige Technik lässt sich nicht aus zweiter Hand, wie zum Beispiel über Videos auf Youtube erlernen.

Was mich desweitern sehr interessiert sind die Ursprünge der Sexualität, der historische Aspekt. Der Frage, wie Urvölker Sex haben, bin ich erstmals in der Mongolei nachgegangen.

The-Dressman-Dessous-Diary-Britta-Uschkamp-1Maxime Barchand (Photo: The Dressman)

Du erwähnst erfahrungsgemäß ‘zu wissen, was Frauen fehlt’. Kannst Du uns ein häufig wiederkehrendes Beispiel geben?
Frauen haben ein Luxusproblem. Sie haben mehr erogene Zonen als Männer, kennen ihren eigenen Körper aber zu wenig, um dies in sexuelle Glücklichkeit umzusetzen. Dazu kommt, dass eine offene Kommunikation mit dem Partner fehlt. Man muß sich zuerst im Klaren darüber sein, was einem selber gefällt und dies im Anschluß offen aussprechen. Mehr Selbstbewußtsein und Egoismus entspricht somit besserem Sex. Wobei man natürlich auch akzeptieren muß, dass weder ein ‘perfekter’ Orgasmus, noch ‘perfekter’ Sex existiert und es selbst im Idealfall keine Garantien gibt.

Ich habe während meiner Recherche und Arbeit mit ungefähr 10.000 verschiedenen Frauen gesprochen. Es hat sich kaum eine Geschichte wiederholt. Jede Frau, jeder Körper ist individuell. Somit rate ich davon ab, vielleicht gut gemeinten jeddoch oft pauschalen oder subjektiven Ratschlägen zu ernsthaft zu folgen. Dass heisst, wenn die beste Freundin auf etwas bestimmtes steht und empfiehlt, heisst es noch lange nicht, das dies einem selber gefallen wird. Sich selber kennen und lieben zu lernen sollte ganz am Anfang stehen.

The-Dressman-Dessous-Diary-Britta-Uschkamp-9Maxime Barchand (Photo: The Dressman)

Wie läuft eine durchschnittliche Sexualberatung bei Dir ab?
Jede Beratung ist individuell verschieden, da stelle ich mich ganz auf den Klienten ein. Ich berate Paare und Männer aber hauptsächlich Frauen. Frauen sind sehr daran interessiert, ihre Fragen und Probleme aus der Perspektive eines Mannes zu besprechen. Zusätzlich zu meiner ausgiebigen Erfahrung werde ich sehr für meine Diskretion und ehrlich Kritik geschätzt – wobei ich beide Qualitäten als absolute Selbstverständlichkeit betrachte. Meine Workshops sind ebenfalls sehr individuell. Es gibt zwar immer einen Titel und ein bestimmtes Thema, jeddoch stelle ich mich jedes Mal auf die Wünsche des Publikums ein. 

Was magst Du bei Deiner Arbeit am liebsten?
Ich bekomme ich sehr viel positives Feedback, zum Beispiel per Email im Anschluß an meine Workshops. Diese immaterielle Resonanz zählt für mich mehr als alles andere. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und denke dass dieser Optimismus sehr dazu beiträgt, dass ich durch meine Arbeit anderen Menschen Glück schenken kann.

Merci! & Willkommen bei Dessous Diary!
Als besondere Überraschung freuen wir uns Maxime ab sofort im Redaktions-Team begrüßen zu dürfen! Er wird als ‘The Dressman’ eine monatliche Kolumne schreiben und freut sich auf Eure Leserfragen. Der erste Artikel handelt davon, wie man inmitten des Smartphone-Djungels wieder den Blick aufs Wesentliche und zurück zur Sinnlichkeit finden kann. Natürlich spielt Lingerie dabei eine große Rolle.

The Dressman on Tour in Deutschland
Bis dahin könnt ihr Maxime live bei der ‘Body & Toy’ Tour im Dezember erleben, Termine und Anmeldung zu den Workshops gibt es hier.

Shopping
Relativ neu sind bei ‘The Dressman’ die Accessoires und Bondage-Sets. Die edlen Bondage-Seile sind mit Bio-Kokos-Öl verarbeitet und es gibt fünf verschiedene Farben im Angebot. Die Sets kosten zwischen 30,- € und 65,- € und werden in München gefertigt. Bisher online bei Fräulein Spitz und einigen Partnern von ‘yes for Lov’ zu bestellen, wird die Kollektion ab nächstem Jahr in weiteren ausgewählten Boutiquen erhältlich sein.
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Private Beratung
The Dressman bietet in München individuelle Sexualberatung an. (auch per Skype möglich). Mehr Information und die Kontakt-Daten findet Ihr hier.

 

 

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Britta Uschkamp

The author Britta Uschkamp

Wer Britta erreichen will, muss sich schon mal etwas gedulden, denn es kann gut sein, dass die Wahl-Pariserin gerade mal wieder Marathon läuft. Dass ist für die Lingerie-Designerin Hobby und Arbeit in einem – denn sie testet dabei schließlich die neuen Sport-BHs, um Euch davon zu berichten. Und wenn Britta nicht gerade mit ihrem adidas Team in Montmartre durch Paris läuft oder wunderbare Dessous kreiert, designt sie Webseiten oder postet für ihre Instagram Kunden (Oui, auch für uns!). Sie liebt es, um die Welt zu laufen/reisen, steht auf gesundes Essen und schaut liebend gerne US TV-Serien. Zur Hompage von Britta

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