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Das T-Shirt: Wo kommt es her, wie wurde es bekannt und warum ist es eigentlich eines der meistgekauften Kleidungsstücke der Welt? Fragen über Fragen, um deren Antwort ich mich in diesem Beitrag bemühen werde.

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Die Herkunft des T-Shirts in seiner heutigen Form ist wie so vieles nicht ganz eindeutig belegt. Bekannt ist, dass das T-Shirt im 19. Jahrhundert noch als Unterwäsche angesehen wurde und somit galt es als verpönt, sie als Oberbekleidung zu tragen. Was belegt ist, dass es bei den Seeleuten früher bereits etwas ähnliches wie ein T-Shirt gab und zwar das Takelhemd, ein Shirt ohne Knopfleiste, da die Knöpfe in dieser Zeit stets aus Metall waren und auf der salzigen See schnell rosteten. Der Ursprung der kurzen Arme wird in der Marine vermutet, dort kursieren verschiedenste Theorien, die um 1900 von Königin Victoria ausgehen sowie dem 1901 von Henley präsentierten Modell dem „T-shaped undershirt“ oder dem „training shirt“ für die US Navy mit dem Namen „tank shirt“. Angeblich soll auch der englische Adel an der Erfindung mitgewirkt haben. So wurden laut verschiedener Quellen extra für das Personal kurzärmelige Leinenhemden produziert, damit sie sich beim Servieren des Tee nicht die langen Ärmel mit der im Tee enthaltenen Gerbsäure verschmutzten, man vermutet daher auch den Namen „Tea shirt“.

Das, was ganz klar belegbar ist, dass der Name „T-Shirt“ sich vor allem vom Schnitt ableiten lässt, der ganz klar die Form eines „T“ darstellt.

Eine für mich geschichtlich interessante, aber leider nicht klar belegte Theorie will sogar erste Formen des T Shirt im alten Ägypten erkannt haben. Klar ist aber, dass vor allem Seeleute sich dieses Kleidungsstückes bedienten, das bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts eher ein Schattendasein als Unterwäsche führte.

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Erst in den 50er Jahren, als in den USA eine junge Popkultur entstand, die sich gegen überholte Konventionen und Gedanken richtet, sorgen die Ikonen dieser Zeit für eine modische Revolution. Allen voran sind hier besonders James Dean und Marlon Brando zu nennen, die in ihren Filmen „Endstation Sehnsucht“ und „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ im Unterhemd auftraten und so zu Ikonen der Popkultur wurden – eine weltweite Revolution! Die Produzenten der Stücke erkannten auch das Potenzial in der weiblichen Bevölkerung und so entstehen bald auch die ersten Unisex-Modelle. In den 70er und 80er Jahren hat das T-Shirt den Durchbruch geschafft, die alten Kleiderordnungen waren Schnee von gestern und aus der ehemaligen Unterwäsche wird ein gesellschaftlich akzeptiertes Stück, das immer und überall getragen werden kann.

Mittlerweile gibt es nicht nur das klassische T-Shirt, sondern verschiedene Formen und Schnittvarianten, die sich den Bedürfnissen der Konsumenten anpassen.

Ein paar von ihnen habe ich euch hier zusammengestellt, damit euch keine Fehler beim Kombinieren passieren:

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Regular Fit

Diese klassische Form wird oftmals auch als „Comfort fit“ oder „Loose fit“ bezeichnet. Sie ist die lockerste und komfortabelste Schnittform unter den gängigen Shirts, die an der breitesten Stelle des Körpers, meist der Schulter, anliegt und so viel Bewegungsfreiheit beitet – also perfekt für ein breites Kreuz oder größerem Körperumfang. Für schmal oder schlank gebaute Männer ist diese Schnittform eher für die Freizeit geeignet, während Andere sie immer und überall – auch unter dem Businesshemd – tragen können.

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Slim Fit

Wie der Name schon verrät handelt es sich hier um die schmalere Schnittform, die aufgrund von Abnähern an der Taille schlanker rüber kommt. Meist sind diese Shirts etwas kürzer als die „Regular Fit“, das heißt sie enden gerne auf dem Hosenbund. Gerade für schlanke und sportliche Männer sind diese Shirts sehr freizeittauglich, aber eignen sich auch sehr gut unter dem Businesshemd. Mittlerweile ist es auch schon gesellschaftsfähig geworden, ein gut geschnittenes Shirt dieser Art unter dem Sakko zu tragen.

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O-Neck

So rund wie das „O“ im Namen ist der Halsausschnitt dieser Schnittform und der bekannteste Klassiker unter den Shirts. Er liegt nah am Hals an und wird von den meisten Männern bevorzugt. Dieser Schnitt lässt sich super mit Sweatshorts, Cadigans oder unterm Businesshemd kombinieren.

 

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V-Neck

Weitaus lockerer erlebte der V-förmige Halsausschnitt in den letzten Jahren einen regelrechten Hype. Diese sportlich, lockere Variante zeigt etwas mehr Haut, was natürlich ein paar Designer und Marken dazu inspirierte den Ausschnitt so tief zu ziehen, dass es bei manchen Männern zum einen oder anderen Nipple-Gate kam. Das ist Geschmackssache, aber nicht meiner, weswegen ich die Shirts mit einem sehr tiefen Ausschnitt eher mit einem anderen, dünnen Shirt kombinieren würde. Das zeigt mehr Stilgefühl und weniger Proll-Attitüde.

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Y-Neck

Ein Name, der bis jetzt noch relativ selten vorkommt, aber dennoch schon in vielen Schränken seinen festen Platz gefunden hat. Die Rede ist hier nicht von einer Verbindung zum bekannten Y-Front® des amerikanischen Traditionsunternehmens JOCKEY®, die mit ihrer Unterhosenform weltweit für Aufsehen sorgten, sondern von einem kleinen Ausschnitt, der mit einer kurzen Knopfleiste verlängert wird. Die Knopfleiste verleiht selbst dem sportlichsten Shirt einen klassischen Touch und lässt sich toll zu anderen Kleidungsstücken kombinieren – allerdings reicht eine Knopfleiste, also lieber Finger weg von Cardigans oder Sweatshirts mit Knopfleiste.

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T-Shirts, egal welcher Schnittform, sind absolut unersetzliche Basics, die in jedem Kleiderschrank gehören. Gerade jetzt sollte mal sich auf die Suche nach Stücken machen, die in erster Linie raus aus dem Kleiderschrank müssen, weil das Material langsam den Geist ausgibt oder weiße Shirts langsam anfangen zu vergilben oder sich erste Löcher zeigen. Diese Stücke dürft ihr dann getrost einmal entsorgen und Platz für neue, qualitativ hochwertige Stücke zu schaffen. Bei der Wahl achtet vor allem auf hochwertige Baumwolle, für Freizeit und Business möglichst ohne Kunstfasern, da diese meistens das Schwitzen verstärken. Viel besser sind bei Mischgeweben Stücke in den Tencel®, eine natürliche Faser mit tollen klimatisierenden Eigenschaften, verwendet werden. Andere Kunstfasern eigen sich für den sportlich-aktiven Bereich und die gute, alte Baumwolle ist, egal ob zum Unterziehen oder als Oberbekleidung immer noch am besten.
Alle die coolen Shirts, die Ihr in diesem Artikel sehen könnt, sind von der Marke Jockey und die könnt Ihr auch online shoppen. LINK

Tags : MännerMännerwäscheModeShirtStilT-Shirt
Stephan Burghardt

The author Stephan Burghardt

Stephan aus Hamburg führt eine PR-Agentur, die hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Mode und Accessoires betreut. Kein Wunder, dass er so ein herzlicher Frauenversteher ist, wenn er sich täglich mit Handtaschen, Strasskettchen, Düften und Haarstyling umgibt. Als der Hahn im Korb bei Dessous Diary weiß er natürlich genau, dass wir Frauen an unseren Partnern oder Lovern gerne etwas Schickes Drunter sehen möchten. In seinen Artikel versucht Stephan diesen Fakt der Männerwelt näherzubringen. Wir bekommen Danke-Emails – noch Fragen?!

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